VOLLTEXTSUCHE
News, 10.05.2013
Euroraum tritt auf der Stelle
Wirtschaftsklima in der Eurozone unverändert trübt
Das Wirtschaftsklima im Euroraum verharrt auf niedrigem Niveau. Die wirtschaftliche Lage wird dem ifo-Institut zufolge im zweiten Quartal sogar so schlecht bewertet wie seit drei Jahren nicht. Die Konjunkturaussichten hellten sich jedoch auch ein wenig auf.
Neben den südlichen Krisenländern bereitet vor allem Frankreich Sorge.
Neben den südlichen Krisenländern bereitet vor allem Frankreich Sorge.

Die Konjunktur im Euroraum tritt auf der Stelle. Wie aus dem vom ifo Institut in München erhobenen World Economic Survey (WES) hervorgeht, stagniert der Indikator für das Wirtschaftsklima in der Eurozone im zweiten Quartal mit einem Stand von 95,1 Punkte auf dem Vorquartalsniveau. Sorge bereitet weiterhin vor allem die aktuelle Wirtschaftslage, die von des WES-Experten mit einem erneuten Rückgang des Teilindikators auf 92,3 Punkte nunmehr so schlecht bewertet wie seit dem zweiten Quartal 2010 nicht mehr. Dass das Wirtschaftsklima dennoch insgesamt stabil blieb, ist etwas optimistischeren Konjunkturerwartungen geschuldet. Hier zogen der Indikator im Vergleich zum Vorquartal leicht an (+1,6 auf 96,7 Punkte). „Die  konjunkturelle  Erholung lässt auf sich warten“, kommentierte ifo-Konjunkturchef Kai Carstensen die WES-Ergebnisse im Euroraum.

Dass das Konjunkturtal nicht durchschritten ist, belegen die Bewertungen zur aktuellen Wirtschaftslage. Lediglich in Deutschland und in Finnland sehen die befragten WES-Experten eine Besserung. In den meisten anderen Eurozone-Ländern fielen die Bewertungen dagegen schlechter aus als im vergangenen Quartal. In Zypern, Griechenland und Portugal erreichten die Bewertungen zur aktuellen Wirtschaftslage sogar den Tiefstwert auf Antwortskala. In Italien und Spanien fällt das Urteil derzeit fast genauso schlecht aus. „Auch in Belgien, Frankreich, Irland und den Niederlanden ist die aktuelle Lage sehr ungünstig“, so Carstensen. In Finnland, Österreich und in der Slowakei stellt sich die Lage zwar ein wenig besser dar, dem ifo Institut nach werde allerdings auch hier die Marke „befriedigend“ noch unterschritten. Lediglich in Deutschland und in Estland wird die Wirtschaftslage als zufriedenstellen eingestuft.

Hoffnung macht jedoch, dass sich die Konjunkturaussichten in den meisten Eurozone-Ländern im Vergleich zum Vorquartal verbessert haben. Auch liegen die Erwartungen im Hinblick auf die weitere Konjunkturentwicklung in den kommenden sechs Monaten mehrheitlich im positiven Bereich. In Griechenland, Italien, Portugal und in den Niederlanden sowie in Frankreich haben sich die Konjunkturerwartungen dem ifo Institut zufolge eingetrübt.

Bezogen auf die Preisentwicklung in der Eurozone gehen die Experten aktuell im Jahresschnitt von einer etwas schwächeren Inflation aus. Dem ifo Institut nach liegen die Prognosen hier im Mittel bei nurmehr 1,9 Prozent (Q1: 2,1%). Was die Entwicklung der langfristigen Zinsen angeht, rechnen die befragten Ökonomen in den kommenden sechs Monaten mit einem leichten Anstieg. Ausgenommen davon sind laut Carstensen die „Krisenländer“: Hier werde weiterhin ein Zinsrückgang erwartet. Auch dürfte sich der US-Dollar gegenüber dem Euro nach mehrheitlicher Meinung in den nächsten Monaten verteuern.

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG