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News, 25.01.2012
Deutsche Wirtschaft zuversichtlich
Ifo-Index klettert auf 5-Monatshoch
Die deutsche Wirtschaft will von Abschwung weiterhin nichts wissen. Im Gegenteil: Laut ifo-Geschäftsklimaindex blicken die deutschen Unternehmen aktuell so zuversichtlich in das nächste Halbjahr wie seit fünf Monaten nicht mehr.
Am stärksten hellte sich die Stimmung dem ifo-Geschäftsklimaindex zufolge in der Industrie auf.
Am stärksten hellte sich die Stimmung dem ifo-Geschäftsklimaindex zufolge in der Industrie auf.

Wie das Münchener Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) berichtet, ist der ifo-Geschäftsklimaindex im Januar den dritten Monat in Folge gestiegen. Danach legte das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer, das die aktuelle Lage und die Geschäftserwartungen deutscher Unternehmen zusammenfasst, im Januar weiter um 1,0 Prozentpunkte auf 108,3 Punkte zu. Das ist der höchste Stand seit August 2010 (108,6 Punkte). Von Reuters befragten Analysten hatten lediglich mit einem leichten Anstieg auf 107,5 Punkte gerechnet.

Zwar schätzten die etwa siebentausend befragten Unternehmen ihre aktuelle Lage mit 106,3 Punkten etwas weniger gut ein als im letzten Monat (Dezember: 106,7 Punkte). Allerdings zeigen die Geschäftserwartungen der Unternehmen steil nach oben. So legte der Teilindikator zu den Geschäftsaussichten erneut um 2,3 Zähler und damit den dritten Monat in Folge auf einen aktuellen Stand von 100,9 Punkten zu. Das ist der beste Indikatorwert seit Juli letzten Jahres (104,9 Punkte). „Die deutsche Wirtschaft startet mit Elan ins neue Jahr“, kommentierte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn die Umfrageergebnisse.

Industrie blickt wieder deutlich hoffnungsvoller in die Zukunft

Den stärksten Stimmungsaufschwung weist der ifo-Index im Verarbeitenden Gewerbe aus. Hier verbesserte sich das ifo-Geschäftsklima binnen Monatsfrist um 4,5 Zähler auf 13,4 Punkte. Das ist der höchste Indikatorwert seit August letzten Jahres (15,3 Punkte). So stuften die befragten Industriebetriebe ihre aktuelle Lage nach sechs Rückgängen in Folge erstmals wieder besser ein als im vergangenen Monat. Auch zeigen sich die Firmen deutlich zuversichtlicher im Hinblick auf die weitere Geschäftsentwicklung als bislang. „. Auch die Exporterwartungen und die Personalplanungen sind wieder etwas positiver“, so Sinn.

Im Bauhauptgewerbe stieg der ifo-Index ebenfalls. Mit einem erneuten Plus von 2,6 Zählern auf -3,7 Punkte hellte sich hier das wirtschaftliche Klima sogar zum dritten Mal in Folge auf. Zwar bewerteten die Baubetriebe ihre aktuelle Lage nicht mehr ganz so günstig wie noch im Dezember. Was die weitere Geschäftsaussichten angeht, stuften die befragten Firmen ihre Perspektiven Sinn zufolge allerdings erheblich besser als ein als bisher. Gleiches Bild zeigt sich im Dienstleistungsgewerbe, wo die Geschäftslage im Januar zwar auch nicht ganz so günstig bewertet wird wie Ende letzten Jahres, die Firmen aber ebenfalls im nächsten Halbjahr von deutlich besser laufenden Geschäften ausgehen, was sich in einem Anstieg des ifo-Indikators um 1,6 auf 22,3 Punkte niederschlug.

Deutlich eingetrübt hat sich die Stimmung dagegen im Einzelhandel, wo der ifo-Index gegenüber Dezember um 4,5 Punkte einbrach und mit aktuell -0,1 Punkten auf dem tiefsten Stand seit Juli 2010 notiert. „Die Geschäftslage ist hier nicht mehr ganz so günstig wie im Dezember. Zudem blicken die Einzelhändler skeptischer auf die Geschäftsentwicklung in der nahen Zukunft“, erklärte Sinn.  Anders im Großhandel, wo der ifo-Gesamtindikator nur leicht auf 10,5 Punkte nachgab (-0,7 Punkte).  Hier wird die aktuelle Lage von den Firmen weiterhin sehr positiv bewertet, wenn auch nicht ganz so gut wie im vergangenen Monat. Die Einschätzungen zur weiteren Geschäftsentwicklung fielen dagegen im Januar erneut ein wenig besser aus.

"Nachdem die Wirtschaft im Winterhalbjahr einen Gang zurückgeschaltet hat, sendet sie erste Signale, die auf ein Ende der Schwächephase hindeuten. Dies bekräftigt unsere Projektion für das Jahr 2012, die von einer leichten Belebung im ersten Halbjahr ausgeht", kommentierte Bundeswirtschaftminister Philipp Rösler den unerwartet deutlichen Anstieg des ifo-Geschäftsklimaindex.

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