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News, 14.02.2011
Wieder mehr Pleiten
Kräftiger Anstieg der Verbraucherinsolvenzen
Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang hat sich die Zahl der Verbraucherinsolvenzen im November letzten Jahres wieder deutlich erhöht. Bei den Unternehmensinsolvenzen dagegen war die Entwicklung zum dritten Mal in Folge im Vergleich zum Vorjahresmonat rückläufig.
Trotz Aufschwung legten die Verbraucherinsolvenzen kräftig zu. Anders bei den großen Firmen: Hier ging die Zahl der Insolvenzen um 46,5 Prozent auf Jahressicht zurück.
Trotz Aufschwung legten die Verbraucherinsolvenzen kräftig zu. Anders bei den großen Firmen: Hier ging die Zahl der Insolvenzen um 46,5 Prozent auf Jahressicht zurück.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden bekannt gab, verzeichneten die deutschen Amtsgerichte im November 2010 insgesamt 2.498 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 1,6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2009. Damit hat sich der Rückgang der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich verlangsamt: In den Vormonaten Oktober und September war die Zahl der Firmenpleiten auf Jahressicht noch um 10,8 bzw. 12,8 Prozent auf Jahressicht gesunken. Bei den Verbraucherinsolvenzen hat sich die Lage dagegen wieder verschärft. Hier lag die Zahl der Insolvenzen im November mit 9.685 Fällen, nachdem sie im Oktober noch um 2,6 Prozent zurückgegangen war, um 9,0 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Die Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässe miteingerechnet belief sich die Gesamtzahl der von deutschen Amtsgerichten gemeldeten Insolvenzen auf 14.564 Fälle. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist ein Anstieg um 5,5 Prozent. Zum Vergleich: Im Oktober und September war die Gesamtzahl der Insolvenzen in Deutschland noch auf Jahressicht um 5,5 bzw. 4,7 Prozent gesunken. Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für November 2010 auf 2,3 Milliarden Euro. Im Vorjahresmonat hatte die Summe der offenen Forderungen 3,0 Milliarden Euro betragen.

Im Zeitraum Januar bis November 2010 verzeichneten die Gerichte insgesamt 29.464 Unternehmensinsolvenzen und damit 2,1 Prozent weniger Firmenpleiten als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag dagegen in den ersten elf Monaten mit 100.071 Fällen um 8,2 über dem Vorjahresniveau. Die Gesamtzahl der Insolvenzen belief sich im selben Zeitraum auf 155.004 Fälle und stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozent.
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