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News, 24.08.2016
Employer Branding zielt verstärkt auf unter 30-Jährige
Wettstreit um junge Fach- und Führungskräfte verschärft sich
Der Fachkräftemangel facht den sogenannten „War for Talents“ unter Unternehmen weiter an. Ganz oben bei den Strategien, um die Chancen beim Recruiting zu verbessern, stehen eine Top-Ausstattung an mobilen Endgeräten, Employer Branding in sozialen Medien und flexible Arbeitszeitmodelle, zeigt eine aktuelle Bitkom-Erhebung.
Unternehmen müssen sich bei Young Professionals mehr denn als attraktive Arbeitgeber empfehlen  (Bild: PantherMedia  / Arne Trautmann).
Unternehmen müssen sich bei Young Professionals mehr denn als attraktive Arbeitgeber empfehlen (Bild: PantherMedia / Arne Trautmann).
Junge Fach- und Führungskräfte, sogenannte High-Potentials,  sind in Deutschland heiß begehrt. Unternehmen, die hier beim Recruiting Chancen haben möchten, müssen sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren. 72 Prozent der Unternehmen in Deutschland sind sich dessen auch bewusst und versuchen deshalb mit besonderen Angeboten und Strategien sich als attraktiver Arbeitgeber zu empfehlen. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Hightech-Branchenverbandes Bitkom, an der sich 504 Entscheider von Unternehmen ab 10 Mitarbeitern beteiligt haben. Besonders populär als Lock- und Mitarbeiterbindungsmittel ist eine 1a-Arbeitsmittelausstattung mit Smartphones, Tablet Computern und Notebooks der fortlaufend neuesten Gerätegeneration. Knapp sechs von zehn befragten Unternehmen (58 %) legen hierauf Wert. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Recruiting-Strategie ist bei fast ebenso vielen Arbeitgebern (55 %) eine intensive Unternehmenskommunikation in Social Media, wie Facebook, Xing, LinkedIn & Co..  An dritter Stelle im Ranking der Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität („Employer Branding“) stehen flexible Arbeitszeitmodelle (33 %). Weitere 16 Prozent versuchen sich mit einer lockeren Arbeitsatmosphäre und Gemeinschaftssinn bei jungen Fach- und Führungskräften zu empfehlen und bieten in diesem Kontext unter anderem auch spezielle Wellness-Angebote.

 „Gerade in der digitalen Wirtschaft sind junge Leute, die häufig über eine besonders hohe Digitalaffinität verfügen, sehr umworben und haben daher oft eine große Auswahl unter den Arbeitgebern“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Das stellt die Personaler vor große Herausforderungen. Rohleder: „Unternehmen, die die besten Nachwuchskräfte gewinnen wollen, müssen auch etwas zu bieten haben. Gerade bei der jungen Generation zählen dabei neben dem Gehalt auch weiche Faktoren.“

Dienstleistungsgewerbe Schlusslicht bei High-Potentials-Ansprache

In jedem vierten Unternehmen (25 %) gibt es keine dedizierte Strategie zur Rekrutierung und Bindung junger Fach- und Führungskräfte unter 30 Jahren. Am wenigsten in dieser Hinsicht aktiv sind Unternehmen aus dem Dienstleistungsgewerbe. Hier setzen aktuell sogar nur 15 Prozent auf eine gezielte Ansprache von High-Potentials. Auch im Handel (31 %) und in der Industrie (29 %) verfügt nur eine Minderheit über speziell auf die Zielgruppe der unter 30-Jährigen ausgerichtete Programme.

Neben der Branche spielt aber auch die Unternehmensgröße eine Rolle für die Verbreitung von Programmen zur Gewinnung und Bindung von High Potentials. So zeigt sich insbesondere der Mittelstand entsprechende Strategien betreffend bislang noch eher zurückhaltend. Dies gilt vor allem für Unternehmen mit 50 bis 499 Beschäftigten. In dieser Unternehmensgrößenklasse ist die gezielte Ansprache junger Fach- und Führungskräfte derzeit lediglich bei 28 Prozent der Firmen Bestandteil der Personalstrategie. In der Größenklasse mit 500 und mehr Beschäftigten beträgt der Anteil der Unternehmen mit entsprechenden Programmen sogar nur 20 Prozent.

„Die digitale Transformation erfasst alle Branchen und stellt besonders den Mittelstand vor große Herausforderungen. Von jungen, gut ausgebildeten Mitarbeitern können wichtige digitale Impulse ausgehen“, so Rohleder. „Aber auch ältere Mitarbeiter mit ihrer Erfahrung sind gerade in der digitalen Wirtschaft von besonderer Bedeutung. Um erfolgreich zu sein, sollten Unternehmen auf den richtigen Altersmix in der Belegschaft achten und in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren.“

Nach einer aktuellen Bitkom-Umfrage stufen gegenwärtig 91 Prozent der Unternehmen in Deutschland die Digitalkompetenz von Arbeitnehmern mindestens ebenso wichtig sein wird wie soziale und fachliche Kompetenz. Bislang hat allerding nur gut ein Drittel (36 %) digitale Themen in seine betriebliche Weiterbildung integriert. „In der digitalen Welt ist das Innovationstempo hoch, Wissen veraltet deshalb besonders schnell. Unternehmen und Mitarbeiter sind deshalb gleichermaßen gefordert, die Weiterbildung nicht als Nice-to-have, sondern als zentralen Bestandteil des Arbeitslebens zu begreifen“, so Rohleder.

cs/Bitkom
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