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News, 13.07.2010
Werbemarkt
Budgets für Werbung steigen weiter
Die anziehende Konjunktur hat zu einem deutlichen Anstieg der Werbeausgaben geführt. Gewinner in Sachen Umsatzwachstum war in ersten Jahreshälfte einmal mehr die Online-Werbung.
Der Aufwärtstrend im deutschen Werbemarkt hält an. Wie die Marktforscher von Nielsen Media Research berichten, legten die Bruttowerbeinvestitionen in die so genannten Above-the-line-Medien Internet, Fernsehen, Kino, Print und Radio in den ersten sechs Monaten auf Jahressicht um 9,4 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro zu (bereinigt: +9,3%). Zugleich hat sich der Bruttowerbedruck, nachdem die Werbeausgaben bereits im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,5 Prozent gestiegen waren, im zweiten Quartal mit einem Bruttowerbplus von 10,3 Prozent noch einmal erhöht.

„Das Bruttowerbejahr 2010 entwickelt sich bislang weitaus besser als anfangs viele Prognosen vermuten lassen haben“, kommentierte Ludger Wibbelt, Geschäftsführer Nielsen Deutschland, die aktuellen Daten zum Bruttowerbemarkt in Deutschland. Die Gründe für das deutliche Umsatzplus sieht Wibbelt zum einen in der schwachen Entwicklung des deutschen Werbemarkts im ersten Halbjahr 2009 und zum anderen in der Verbesserung des Wirtschafts- und Konsumklimas in Deutschland. „Aktuelle Agentur-Umfragen bestätigen ebenfalls diesen erfreulichen Trend“, erklärte Wibbelt.

Werbebudgets verlagern sich weiter ins Internet


Wie der Blick auf die Entwicklung der Werbeinvestitionen in den einzelnen Mediengattungen zeigt, bleibt das Internet in Sachen Werbung weiter auf der Überholspur. So verzeichnete das Medium Internet in Deutschland im ersten Halbjahr einen Anstieg der Werbeinvestitionen auf 998 Millionen Euro. Auf Jahressicht gesehen ist das Plus von 27,7 Prozent. Mit einem Umsatzplus von 19,8 Prozent auf 31 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr kräftig zugelegt hat auch die Kinowerbung. In den ersten zwei Quartalen 2009 waren die Werbeerlöse des Mediums Kino noch um fast 27 Prozent geschrumpft. Deutlich angezogen hat zudem die Werbung per Plakat. Hier stieg das Werbevolumen mit 457 Millionen Euro binnen Jahresfrist um 8,0 Prozent.

Mit Abstand umsatzstärkstes Medium bleibt das Fernsehen, das sich im ersten Halbjahr mit einem Anstieg der Werbeerlöse um 15,0 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro ebenfalls zu den Gewinnern zählen durfte. Anders sieht es bei den Tageszeitungen aus, die mit einem Werbevolumen von 2,6 Milliarden Euro (ohne Rubrikanzeigen) zwar weiterhin das zweitbedeutendste Werbemedium darstellen, damit aber lediglich um 0,8 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen. Bei den Publikumszeitschriften fiel die Bilanz im ersten Halbjahr besser aus. Hier stieg der Werbeumsatz binnen Jahresfrist um 2,6 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro.

Beim Medium Radio summierten sich die Werbeerlöse im ersten Halbjahr auf 653 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 4,3 Prozent entspricht (bereinigt: +3,1%). Kräftig angezogen hat zudem die Werbung per Plakat. Hier stieg das Werbevolumen mit 457 Millionen Euro binnen Jahresfrist sogar um 8,0 Prozent. Ein Umsatzminus verzeichneten allein die Fachzeitschriften, deren Werbeeinnahmen mit 199 Millionen Euro um 0,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums lagen. „Trotz des leichten Rückgangs bei den Fachzeitschriften kann man momentan bei den Bruttowerbedruckentwicklungen auf dem gesamten Markt gegenüber dem Vorjahr nur von Gewinnern sprechen“, so das Resümee von Wibbelt.

[Quelle: Nielsen Media Research]
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