VOLLTEXTSUCHE
News, 10.01.2008
Werbemarkt 2007
Plakatwerbung mit einem Umsatzplus von über 14%
­Im Jahr 2007 verzeichnete der Werbemarkt im Bereich der klassischen Medien ein Umsatzwachstum von 3,7 Prozent. Die höchsten Zuwächse bei den Werbeaufwendungen verbuchten die Plakatwerbung und Fernsehwerbung. Verlierer bei den Werbeeinnahmen waren die Zeitschriften: Sie verzeichneten ein leichtes Minus.
Einer Untersuchung der Medien- und Werbeforscher von Nielsen Media Research zufolge stiegen die Bruttowerbeaufwendungen in den klassischen Medien im Jahr 2007 auf insgesamt 20,9 Milliarden Euro (plus 3,7%). Dabei konnten alle Medien außer den Publikums- und Fachzeitschriften, die einen Umsatzrückgang zu verzeichnen hatten, beim Umsatz deutlich zulegen. Als werbeintensivste Branche zeigte sich der Handel, allen voran der Lebensmitteleinzelhandel. Der größte Zuwachs bei den Werbeaufwendungen entfiel dagegen auf den PKW-Markt. Obwohl sich die hohe Dynamik des ersten Quartals 2007 (plus 6,9%) im Laufe des Jahres deutlich abschwächte, könne man nach Meinung von Ludger Wibbelt, Geschäftsführer von Nielsen Media Research, mit dem Ergebnis des Werbejahrs 2007 “recht zufrieden sein.“

Während das Medium Fernsehen mit 8,7 Milliarden und einem Plus von 5,2 Prozent die höchsten Werbeumsätze erzielte, konnte das Plakat mit einem Umsatzplus von 14,6 Prozent den Titel des wachstumsstärksten Mediums auf sich verbuchen und seine Werbeeinnahme auf 780 Millionen steigern. Platz zwei im Ranking der umsatzstärksten klassischen Medien ging an die Tageszeitungen, die ihren Umsatz ebenfalls um 3,1 Prozent auf 5,5 Milliarden steigern konnten. Und auch das Radio konnte im Vergleich zum Vorjahr kräftig zulegen: Dort stiegen die Werbeeinnahmen um 6,8 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Allein die Zeitschriften verzeichneten ein Umsatzminus. Am höchsten fiel das Minus bei den Fachzeitschriften aus, deren Werbeeinnahmen auf 434 Millionen Euro (minus 1,5%) zurückgingen. Bei den Publikumszeitschriften blieb der Umsatzrückgang mit minus 0,6 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro hingegen moderat.

Die größten Wachstumstreiber im klassischen Werbemarkt 2007 waren neben den Automobilherstellern, die ihre Werbeaufwendungen um acht Prozent auf 1,5 Milliarden Euro erhöhten, die Handelsorganisationen. Mit einem Plus von 4,7 Prozent und einem Umsatz von 1,9 Milliarden Euro war der Handel erneut die werbeintensivste Branche. Darüber hinaus führte die Qualitätsorientierung der Konsumenten Nielsen zufolge zu einem veränderten Werbeverhalten des Handels, der nicht mehr nur seine „Billig“-Strategie verfolgt habe, sondern nun auch noch stärker auf Qualität, Marke und Service eingegangen sei. Bezogen auf die neuesten Entwicklungen im Pkw-Markt zeigt sich Wibbelt jedoch kritisch: „Obwohl die Automobilhersteller in 2007 ihre Werbeaufwendungen steigerten, ist deren zukünftige werbliche Kommunikation ungewiss. Die verschärften Vorschriften der EU in der Pkw-Werbung bzgl. der Veröffentlichung der Daten über Verbrauch und Emissionen werden die bisherige vor allem sportliche und dynamische Werbeausrichtung vieler deutscher Pkw-Hersteller deutlich erschweren.“

Als wesentlichen Trend des Werbejahrs 2007 machten die Medien- und Werbeforscher von Nielsen vor allem eine Rückbesinnung von der Produkt- auf die Imagewerbung aus: So hätten beispielsweise die Energieunternehmen ihre Investitionen für Imagewerbung um knapp 70 Millionen Euro gesteigert. Im Kfz-Markt erhöhten sich die Ausgaben für Imagewerbung um 35 Millionen Euro und bei den Verkehrsmittel und -einrichtungen um 30 Millionen Euro. Eine konkrete Prognose zur Entwicklung des Werbejahrs 2008 hingegen wagt Nielsen jedoch noch nicht, da diese derzeit schwer einzuschätzen sei. „Aufgrund einer gewissen Unsicherheit über die konjunkturelle Entwicklung und die ungewohnte Situation mit den neuen TV-Rabattmodellen zögern derzeit Unternehmen letztendlich bei den Einbuchungen ihrer Kampagnen“, so Wibbelt. Einer Sache ist sich Nielsen dennoch ziemlich sicher: „Die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele werden Deutschland wohl wieder in einen medialen Bann ziehen.“

Quelle: Nielsen Media Research 

­
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG