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News, 15.04.2013
Weniger Ausbildungsverträge
So wenig Auszubildende wie nie
Die demografische Entwicklung hat die Zahl der Auszubildenden in Deutschland im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief sinken lassen.
Auch im Handwerk wurde deutlich weniger ausgebildet als im Vorjahr.
Auch im Handwerk wurde deutlich weniger ausgebildet als im Vorjahr.

In Deutschland gab es im vergangenen Jahr so wenig neue Auszubildende wie noch nie seit der deutschen Wiedervereinigung. Nach einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes wurden 2012 rund 548.100 neue Ausbildungsverträge geschlossen. Das waren 17.700 Verträge weniger als im Vorjahr (-3,1 %) und ist der niedrigste Wert seit Bestehen der gesamtdeutschen Erhebung. Insgesamt befanden sich zum Jahresende 2012 gut  1,43 Millionen Menschen in Deutschland in einer Ausbildung im dualen System. Das ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent und ebenfalls ein historischer Tiefststand.

In den neuen Bundesländern ging der Zahl der neuen Auszubildenden mit einem Minus gegenüber dem Vorjahr von 5,5 Prozent deutlich stärker zurück wie in den alten Bundesländern (-2,7%). Die Gesamtzahl der Auszubildenden verringerte sich im Osten (inklusive Berlin) mit 208.100 im Jahr 2012 sogar um 8,7 Prozent. Im Westen lag die Zahl der Auszubildenden mit insgesamt gut 1,22 Millionen dagegen lediglich 0,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Auch im Handwerk deutlich weniger Azubis

Der Rückgang der Zahl von Auszubildenden zog sich durch alle Wirtschaftszweige. Im größten Ausbildungsbereich Industrie und Handel, zu dem auch die Ausbildungsberufe von Banken und Versicherungen gehören, wurden im Jahr 2012 insgesamt 2,8 Prozent weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen als 2011. Die Gesamtzahl der Auszubildenden im Handel und in der Industrie belief sich im vergangenen Jahr auf insgesamt rund 841.600.  Im Handwerk, dem zweitgrößten Ausbildungsbereich (401.100 Auszubildenden), sank die Zahl der neuen Ausbildungsverträge um 4,0 Prozent. Im öffentlichen Dienst wurden 1,0 Prozent weniger neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, in den Freien Berufe verringerte sich die Zahl der neuen Verträge um 2,4 Prozent, in der Landwirtschaft um 2,2 Prozent und Hauswirtschaft-Ausbildungen betreffend sogar um 13,0 Prozent.

Maßgeblich verantwortlich für die sinkenden Azubi-Zahlen sind dem Statistikamt zufolge die demografischer Entwicklung in den für die duale Ausbildung typischen Altersgruppen sowie eine höhere Studienneigung bei den Schulabgängern mit Hochschulreife.

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