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News, 09.05.2011
Weniger Auftragseingänge
Kräftiges Auftragsminus in der Industrie
Die deutsche Industrie hat im März einen unerwartet starken Rückgang der Auftragseingänge verzeichnet. Betroffen waren vor allem die Hersteller von Investitionsgütern.
Im Zweimonatsvergleich blieb für die deutsche Industrie dennoch ein Auftragsplus. Vor allem Vorleistungsgüter waren stark gefragt.
Im Zweimonatsvergleich blieb für die deutsche Industrie dennoch ein Auftragsplus. Vor allem Vorleistungsgüter waren stark gefragt.
Nach Mitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat die deutsche Industrie im März zum ersten Mal in diesem Jahr einen Rückgang der Bestellungen hinnehmen müssen. Wie das BMWi berichtet, gingen die Auftragseingänge preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber Februar unerwartet um 4,0 Prozent zurück. Von Reuters befragte Analysten hatten eigentlich mit einem leichten Auftragsplus von 0,1 Prozent gerechnet.

Dem Ministerium zufolge verringerte sich der Auftragseingang aus dem Ausland binnen Monatsfrist um 4,3 Prozent und der aus dem Inland um 3,5 Prozent. Vor allem der Anteil an Großaufträgen war im März stark unterdurchschnittlich. Betroffen war in erster Linie die Investitionsgüterindustrie, die einen Auftragsrückgang um 7,2 Prozent verzeichnete. Bei den Produzenten von Konsumgütern stand im März dagegen nur leichtes Auftragsminus von 0,6 Prozent (Februar: +1,1%) während die Produzenten von Vorleistungsgütern nach einem kräftigen Anstieg im vergangenen Monat um 4,3 Prozent erneut ein Orderplus (+0,3%) verbuchen konnten.

Im weniger schwankungsanfälligen Zweimonatsvergleich Februar/März gegenüber Dezember/Januar stand für die deutsche Industrie jedoch saisonbereinigt ein Auftragsplus von 1,4 Prozent zu Buche, wobei von der Inlandsnachfrage (+2,4 %) eine deutlich stärkere Wachstumsdynamik ausging als vom Ausland (+0,4%). Den stärksten Nachfrageschub verzeichneten hier die Produzenten von Vorleistungsgütern mit einem Orderplus von 2,2 Prozent, gefolgt von der Konsumgüterindustrie mit 1,9 Prozent und dem Investitionsgütersektor mit 0,7 Prozent. Gegenüber Januar/Februar 2010 erhöhte sich der Auftragseingang in der Industrie kalenderbereinigt um 14,3 Prozent. Auf das gesamte erste Quartal 2011 bezogen stieg das Ordervolumen im Vergleich zum Vorquartal um 2,3 Prozent.

„Trotz des Rückgangs am aktuellen Rand setzen sich die Aufwärtstrends fort. Gegenüber den hohen Wachstumsraten während der Aufholphase nach dem Einbruch in der Krise schwächt sich ihre Dynamik im Zuge einer Normalisierung allerdings allmählich ab“, kommentierte das BMWi die aktuellen Zahlen. Laut Ministerium blieben die Perspektiven für die Industrieproduktion aber dennoch insgesamt betrachtet weiter günstig.
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