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News, 06.08.2014
Weniger Auftragseingänge im 1. Quartal
Rückläufige Auftragslage in der Industrie
Die deutsche Industrie hat im Juni einen weiter sinkenden Auftragseingang hinnehmen müssen. Auch im Quartalsvergleich verloren die Bestellungen an Fahrt.
Abkoppeln vom allgemeinen Abwärtstrend konnten sich lediglich die Produzenten von Vorleistungsgütern: Hier legten die Orders im Juni zu.
Abkoppeln vom allgemeinen Abwärtstrend konnten sich lediglich die Produzenten von Vorleistungsgütern: Hier legten die Orders im Juni zu.
Die zahlreichen internationalen Krisen und die damit einhergehenden konjunkturellen Unsicherheiten schlagen zunehmend auf die Anschaffungsneigung der Unternehmen durch. Vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes nach verzeichnete die deutsche Industrie im Juni preis-, kalender- und saisonbereinigt einen weiteren Rückgang der Auftragseingänge um 3,2 Prozent. Im Mai hatten sich die Auftragseingänge bereits um 1,6 Prozent auf Monatssicht verringert. Allerdings war das Auftragsminus in erster Linie auf ein für einen Juni stark unterdurchschnittliches Volumen an Großaufträgen zurückzuführen. Nur den Auftragseingang ohne Großaufträge betrachtet zogen die Orders gegenüber Mai im Juni um 1,1 Prozent an. Im Vorjahresvergleich verringerte sich der Auftragseingang im Juni arbeitstäglich bereinigt um 2,4 Prozent.

Die starke Zurückhaltung bei Großaufträgen machte sich vor allem in der Investitionsgüterindustrie bemerkbar. Hier verzeichneten die Industriebetriebe im Juni ein um 6,4 Prozent geringeres Bestellvolumen als im Mai. Im Ausland stand sogar ein Auftragsminus von 7,9 Prozent zu Buche, der Auftragseingang aus den Euro-Ländern brach sogar um rund ein Fünftel (19,5 %) ein. Im Inland verringerte sich die Nachfrage nach Investitionsgütern ebenfalls, wenn auch mit einem Rückgang um 3,8 Prozent nicht ganz so stark. Konsumgüter wurden dagegen nur geringfügig weniger bestellt. Hier verringerte sich der Auftragseingang im Juni lediglich um 0,4 Prozent (Inland: + 3,2 %; Ausland: - 3,0%). Bei den Vorleistungsgüterproduzenten zog die Auftragslage sogar deutlich an. Bei ihnen gingen 1,6 Prozent mehr Orders als im Mai ein (Inland: - 0,8 %); Ausland: + 4,4 %).

Der erneute Rückgang des Ordervolumens verhagelte trotz starkem Auftakt im April (+ 3,2 % gegenüber März) letztendlich auch die Quartalsbilanz. So verlor der Auftragseingang im Zeitraum April bis Juni im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres um 0,6 Prozent an Fahrt, wobei aus dem Inland in der Quartalsbetrachtung 1,0 Prozent weniger Bestellungen eingingen, während die Auslandsnachfrage das Vorquartalsniveau geringfügig überschritt (+ 0,2 %). Den stärksten Nachfragerückgang verzeichneten die Vorleistungsgüterproduzenten. Bei ihnen verringerte sich das Ordervolumen im Vergleich zum ersten Quartal um 0,9 Prozent. Investitionsgüter wurden auf Quartalssicht 0,4 Prozent weniger bestellt, während die Konsumgüter-Orders im zweiten Quartal 1,0 Prozent höher ausfielen als im Vorquartal.

„Vor allem die geopolitischen Entwicklungen und Risiken dürften zu einer gewissen Zurückhaltung bei den Bestellungen geführt haben. Einige Stimmungsindikatoren hatten dies bereits angekündigt“, so das Bundeswirtschaftsministerium. „Es ist daher zu erwarten, dass sich die Industriekonjunktur in den kommenden Monaten eher moderat entwickeln wird.“
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