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News, 26.09.2016
Weniger Arbeitsuchende
Ungenutztes Arbeitskräftepotenzial gesunken
Weniger Arbeitslose, weniger Unterbeschäftigte - im Jahr 2015 ist die Zahl der Arbeitssuchenden in Deutschland deutlich zurückgegangen. Dennoch waren immer noch fast sechs Millionen Menschen auf Arbeitssuche oder standen ungewollt dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung.
Trotz Rekord-Erwerbstätigkeit suchen nach wie vor Millionen Menschen in Deutschland Arbeit (Bild: Bundesagentur für Arbeit).
Trotz Rekord-Erwerbstätigkeit suchen nach wie vor Millionen Menschen in Deutschland Arbeit (Bild: Bundesagentur für Arbeit).

Im Jahr 2015 haben sich in Deutschland insgesamt rund 5,7 Millionen Menschen einen Job oder mehr Arbeitsstunden gewünscht. Das waren 298.000 Menschen Prozent weniger als im Jahr 2014 und entspricht einem Rückgang binnen Jahresfrist um 5,0 Prozent. Das geht aus einer Auswertung der Arbeitskräfteerhebung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zum sogenannten Arbeitskräftepotenzial hervor. Knapp 2,0 Millionen der Arbeitssuchenden in Deutschland waren erwerbslos. Das waren sieben Prozent bzw. 140.000 Erwerblose weniger als im Jahr 2014.  Hinzu kamen 2,7 Millionen Menschen, die aufgrund von Unterbeschäftigung auf Arbeitssuche waren. Auch ihre Zahl verringerte sich im Jahresvergleich, und zwar 6,3 Prozent bzw. 176.000. Daneben gab es noch eine sogenannte Stille Reserve von insgesamt rund einer Million Menschen. Hierunter fallen Arbeitssuchende, die keine Arbeit haben, prinzipiell arbeiten wollen, aber aufgrund zum Beispiel der Pflege eines Familienangehörigen für eine Arbeitsaufnahme nicht kurzfristig (binnen von zwei Wochen) zur Verfügung stehen. Ihre Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen (+ 1,9 % bzw. 19.000).

Mehr Überbeschäftige


Den 2,7 Millionen Unterbeschäftigten standen 1 Million Erwerbstätige gegenüber, die weniger arbeiten wollten. Diese so genannten Überbeschäftigten haben den Wunsch ihre Arbeitsstunden bei entsprechend verringertem Einkommen zu reduzieren. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Überbeschäftigten um 98 000 Personen erhöht. Der Anteil der Stillen Reserve an den Nichterwerbspersonen im Alter von 15 bis 74 Jahren blieb mit 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant (2014: 5,1 %).

Hinzu kamen im Jahr 2015 knapp 1,2 Millionen sonstige Nichterwerbspersonen mit einem generellen Arbeitswunsch, die aber weder eine Arbeit suchen noch kurzfristig auf dem Arbeitsmarkt verfügbar sind. „Sie werden nicht zum ungenutzten Arbeitskräftepotenzial der hier verwendeten international vereinbarten Definition gezählt, sollten aber allein aufgrund ihrer Größenordnung bei der Analyse nicht außer Acht gelassen werden bei der Analyse nicht außer Acht gelassen werden“, so die Statistikbehörde.
cs/Destatis

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