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News, 16.02.2011
Weltwirtschaftsklimaindikator
Weltwirtschaft läuft unter Volldampf
Nach einer deutlich langsameren Gangart im zweiten Halbjahr 2010 nimmt die Weltwirtschaft nun wieder Fahrt auf: Dem Ifo-Institut zufolge kletterte der Weltwirtschaftsklimaindikator zu Jahresbeginn auf ein Dreijahreshoch.
Die Weltwirtschaft bleibt auf Erholungskurs. Den größten Sprung beim Ifo-Indikator machte  Nordamerika (Bild: Skyline von New York)
Die Weltwirtschaft bleibt auf Erholungskurs. Den größten Sprung beim Ifo-Indikator machte Nordamerika (Bild: Skyline von New York)
Die globale Wirtschaft ist mit Vollgas in das neue Jahr gestartet. Wie das Münchener Institut für Wirtschaftsforschung am Mittwoch mitteilte, zog der im Rahmen des Ifo-World Economic Survey (WES) ermittelte Indikator für das Weltwirtschaftsklima im ersten Quartal 2011 gegenüber dem Vorquartal um stolze 8,2 Punkte auf 106,8 Punkte an. Das ist der höchste gemessene Wert seit Ende 2007. Im vierten Quartal 2010 war der Weltwirtschaftsklimaindikator zum zweiten Mal in Folge um 4,6 Punkte auf 98,6 Punkte und damit den niedrigsten Stand seit Ende 2009 gefallen. Dem Ifo-Institut zufolge liege der Ifo-Indikator nun deutlichen über seinem langfristigen Durchschnittswert.

Wie aus den aktuellen Zahlen hervorgeht, schätzen die befragten WES-Experten sowohl die aktuelle Lage als auch die weitere Entwicklung in den jeweiligen Wirtschaftsregionen nun wieder deutlich besser ein als noch zuvor. Das gilt vor allem für Nordamerika, wo der Ifo-Indikator den höchsten Stand seit Ende 2007 erreichte. Auch in Westeuropa hellte sich das Wirtschaftsklima deutlich auf, wenn nicht so stark wie auf der anderen Seite des Atlantiks. In Asien stieg der Ifo-Indikator ebenfalls, wobei hier insbesondere die weitere Entwicklung im nächsten Halbjahr besser eingeschätzt wird als zuvor, während sich die aktuelle Lage nur marginal verbesserte. Anders in Nordamerika und Westeuropa, wo sowohl die Urteile zur derzeitigen Wirtschaftslage als auch Prognosen zur weiteren Entwicklung deutlich positiver ausfielen als im Schlussquartal 2010.

„Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Weltkonjunktur nach einer leichten Dämpfung zum Ende des vergangenen Jahres wieder an Fahrt gewinnt“, kommentierte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn die aktuellen Zahlen. Das globale Wirtschaftswachstum treibt jedoch auch die Inflation. Dem Ifo-Institut zufolge gingen in fast allen Ländern die Preiserwartungen nach oben. Am stärksten werden die Preise nach Meinung der befragten WES-Experten in Asien steigen, allen voran in China und Vietnam. In Nordamerika und Westeuropa dürfte die Jahresteuerung nach 1,6 bzw. 1,8 Prozent im Vorjahr 2011 im Durchschnitt 2,0 Prozent betragen und damit den Schwellenwert erreichen, bis zu dem die Europäischen Zentralbank (EZB) die Preisentwicklung als stabil bewertet. Weltweit betrachtet erwarten die Experten 2011 im Durchschnitt eine Teuerungsrate von 3,4 Prozent, nach 3,1 Prozent im Vorjahr.

Des Weiteren gehen dem Ifo-Institut zufolge fast alle WES-Experten von einem Anstieg der kurz- und langfristigen Zinsen aus. „Lediglich in den GUS-Staaten und in der Mehrheit der afrikanischen Länder wird mit weitgehend stabilen Zinsen im Laufe der nächsten sechs Monate gerechnet“, so Sinn.

Im Rahmen der vierteljährlich stattfindenden Erhebung des Wirtschaftsklimaindikators wurden vom Ifo-Institut in Kooperation mit der Internationalen Handelskammer (ICC) im Januar 2011 insgesamt 1.117 Experten aus 119 Ländern befragt.
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