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News, 24.11.2015
Weltkonjunktur auf Talfahrt
Weltwirtschaftsklima verschlechtert sich auf breiter Front
Die Prognosen für die Weltkonjunktur verdüstern sich: Im vierten Quartal hat sich das ifo-Weltwirtschaftsklima auf ein Dreijahres-Tief verschlechtert.
Rund um den Globus haben sich die Konjunkturaussichten deutlich eingetrübt.
Rund um den Globus haben sich die Konjunkturaussichten deutlich eingetrübt.
Die Weltkonjunktur verliert weiter an Dynamik. Wie die aktuelle Erhebung zum World Economic Survey (WES) des ifo Instituts in München zeigt, hat sich das ifo Weltwirtschaftsklima im vierten Quartal das zweite Mal in Folge eingetrübt. Mit einem Rückgang um 6,3 auf 89,6 Punkte fallen die Bewertungen der WES-Experten zur aktuellen wirtschaftlichen Lage und den Konjunkturaussichten weltweit insgesamt so düster aus wie seit dem vierten Quartal 2012 nicht mehr. Sorgen bereitet vor allem der Blick auf die weitere Konjunkturentwicklung. Hier brach der ifo-Gesamtindikator gegenüber dem Vorquartal um 10,5 Punkte ein und liegt mit nunmehr 93,0 Zählern auf einem Dreijahrestief. Die Lageurteile trübten sich zwar ebenfalls den zweiten Monat in Folge ein, hier fällt der Rückgang allerdings mit einer Verschlechterung um 1,9 auf 86,0 Punkte vergleichsweise moderat aus. Allerdings: auch dies ist ein Zweijahrestief. Niedriger notierte der Lageindikator zuletzt im vierten Quartal 2013 (84,1 Punkte).

„Die drängendsten wirtschaftlichen Probleme sind den Experten zufolge eine unzureichende Nachfrage und mangelndes Vertrauen in die Politik der Regierungen“, so ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. „Die Weltwirtschaft wächst nur mäßig.“

Pessimistischere Prognosen auch für Europa

Wie die WES-Umfrage zeigt, hat sich das Wirtschaftsklima im vierten Quartal nahezu in allen Wirtschaftsregionen verschlechtert. Ausnahme bilden lediglich die sogenannten GUS-Staaten und die Ozeanien-Region, wo sich das Wirtschaftsklima insgesamt auf niedrigem Niveau stabilisiert. In Europa sowie Latein- und Nordamerika sind es vor allem weniger gute Konjunkturaussichten, die die Stimmung trüben, wobei der Wirtschaftsklimaindikator in Europa und in Nordamerika trotz Rückgang immer noch über dem langfristigen Mittel liegt. In Afrika und Asien sowie im Nahen Osten verschlechterten sich dagegen sowohl die aktuelle Wirtschaftslage als auch die Konjunkturaussichten und damit beide Wirtschaftsklima-Komponenten.

Bezogen auf die weitere Entwicklung der langfristigen Zinsen erwarten weniger Experten einen Anstieg in den kommenden sechs Monaten als im Vorquartal. Dies gilt vor allem für die befragten Ökonomen in den USA. „Der US-Dollar gilt weiterhin als leicht überbewertet. Dennoch erwarten die Befragten im Durchschnitt aller Länder eine weitere Aufwertung des US-Dollar im Laufe der nächsten sechs Monate“, so ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

cs/ifo
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