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News, 13.11.2017
Weltkonjunktur brummt
Weltwirtschaftsklima auf Sechsjahreshoch
Die Weltkonjunktur hat zum Jahresende stark an Fahrt gewonnen. Die Weltwirtschaft läuft aktuell so gut wie seit dem 1. Quartal 2008 nicht mehr, zeigt der ifo World Economic Survey (WES)
Trotz mehrheitlich aufwärtsgerichteter Konjunkturerwartungen dürfte sich das Wachstum der Weltwirtschaft insgesamt verlangsamen (Grafik: ifo Institut)
Trotz mehrheitlich aufwärtsgerichteter Konjunkturerwartungen dürfte sich das Wachstum der Weltwirtschaft insgesamt verlangsamen (Grafik: ifo Institut)
Die Weltwirtschaft läuft auf Hochtouren. Wie aus der aktuellen Erhebung des ifo Instituts zum World Economic Survey (WES) hervorgeht, hat sich das Wirtschaftsklima im vierten Quartal in fast allen Weltregionen verbessert. Mit 17,1 Saldenpunkten wird das Weltwirtschaftsklima von den WES-Experten so gut bewertet wie seit dem zweiten Quartal 2011 nicht mehr (Q3/2017: 13,2 Saldenpunkte). Die Bewertungen zur aktuellen Wirtschaftslage in den einzelnen Regionen verbesserten sich insgesamt mit 17,2 Punkten sogar auf ein Neuneinhalbjahreshoch. Eine bessere Wirtschaftslage ermittelte die ifo-Konjunkturumfrage weltweit letztmals im 1. Quartal 2008 (20,2 Punkten). Auch die Konjunkturerwartungen der WES-Experten zogen deutlich an. Hier kletterte der Saldenwert aus optimistischen und pessimistischen Prognosen um 2,9 auf 16,9 Punkte. Das ist der zweitbeste Wert seit mehr als zwei Jahren. Im dritten Quartal hatten sich die Konjunkturerwartungen um 8,2 auf 14,0 Punkte verschlechtert und das Weltwirtschaftsklima trotz aufwärtsgerichteter Lageurteile vorübergehend eingetrübt (- 0,3 auf 13,2 Punkte).

„Die Experten schätzten die aktuelle Lage überall positiver ein, außer im Nahen Osten und in Nordafrika“, so ifo-Präsident Clemens Fuest. Bezogen auf die Konjunkturaussichten in den kommenden sechs Monaten fallen die Bewertungen  der weltweit 1.117 befragten Ökonomen aus  120  Ländern uneinheitlicher aus. Während die Konjunkturprognosen in den fortgeschrittenen Volkwirtschaften weniger optimistisch als im Vorquartal ausfallen, erwarten die Ökonomen in den Schwellen- und Entwicklungsländern ein Anziehen der Konjunktur. Besonders ausgeprägt ist der Konjunkturoptimismus zum Jahresende in Lateinamerika. Fuest zufolge sei das Anziehen der Konjunkturerwartungen insgesamt vor allem dem Optimismus in dieser Region geschuldet.

Bezogen auf die Preisentwicklung erwarten WES-Experten wieder ein Anziehen der Inflation. Das Wachstum des Welthandels dürfte sich dagegen aus Sicht der Ökonomen insgesamt verlangsamen. „Gleichzeitig hat sich der Anteil der Experten verringert, die Beschränkungen beim Exportgeschäft als gesamtwirtschaftliches Problem sehen“, so Fuest. „Der Wert des US-Dollars gegenüber den anderen Währungen dürfte zunehmen.“

cs/ifo
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