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News, 13.11.2014
Weltkonjunktur auf Talfahrt
Weltwirtschaft verliert an Fahrt
Die globale Konjunktur gerät ins Stocken: Laut ifo-Weltwirtschaftsklimaindex haben sich die Konjunkturaussichten im vierten Quartal weltweit stark eingetrübt.
Besonders in Europa hat sich das Wirtschaftsklima erheblich verschlechtert (Grafik: ifo Institut).
Besonders in Europa hat sich das Wirtschaftsklima erheblich verschlechtert (Grafik: ifo Institut).
Wie aus der aktuellen vierteljährlichen Erhebung zum World Economic Survey (WES) des Münchener ifo Instituts hervorgeht, hat sich die Stimmung in der Weltwirtschaft im vierten Quartal stark eingetrübt. So ist der ifo-Gesamtindikator für die aktuelle Lage der Weltwirtschaft und die Konjunkturerwartungen der in den einzelnen Regionen befragten Ökonomen im vierten Quartal um 10,0 auf 95,0 Punkte abgesackt. Das ist der schlechteste Wert seit dem dritten Quartal 2013. Damit liegt der ifo-Indikator nun dem ifo Institut nach erstmals wieder unter seinem langfristigen Durchschnittswert von 95,5.

Vor allem was die Konjunkturaussichten angeht, hat sich die Stimmung stark verdüstert. Hier stürzte der Teilindikator von 114,0 Punkten im Vorquartal auf 98,2 Punkte ab. So pessimistische Bewertungen zur Konjunkturentwicklung gab es zuletzt im vierten Quartal 2012. Die Konjunkturabschwächung zeigt sich auch bei den Bewertungen zur aktuellen Lage in den einzelnen Regionen. Sie verschlechterten sich ebenfalls im Quartalsvergleich, wenn auch bei weitem nicht so stark wie die Prognosen (Lageindikator: - 3,7 auf 91,6 Punkte). „Der weltwirtschaftliche Aufschwung erhält einen Dämpfer“, kommentierte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn die aktuellen WES-Ergebnisse.

Konjunkturabschwächung trifft gesamte Weltwirtschaft


Am stärksten trübte sich die Stimmung in Europa und den sogenannten GUS-Staaten (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten) ein. In diesem Wirtschaftsraum verschlechterten sich die Bewertungen der WES-Experten im Vergleich zum Vorquartal um stolze 16,5 Punkte auf einen aktuellen Stand von nur mehr 101,0 Punkten. Grund für den Absturz des ifo-Indikators sind vor allem erheblich negativere Bewertungen der Ökonomen in den GUS-Staaten, die gemeinsam mit Lateinamerika bezogen auf die konjunkturelle Dynamik global das Schlusslicht bilden: „In beiden Regionen ist das ifo Wirtschaftsklima so unterkühlt wie zuletzt vor fünf Jahren“, so Sinn.

Aber auch in Asien gab der ifo Indikator deutlich nach. Hier liegen die Bewertungen mit einem Rückgang um 5,2 auf 93,9 Punkte nur mehr knapp über dem langfristigen Durchschnitt. „Vor allem aus Japan und China kommen wieder leichte  Bremssignale“, sagte Sinn. In Nordamerika sackte der ifo-Wirtschaftsklimaindikator sogar um 9,2 Punkte ab. Mit einem aktuellen Stand von 101,3 Punkten bewegen sich die WES-Bewertungen, so man den langfristigen Durchschnitt von 90,1 Punkten betrachtet, hier allerdings noch deutlich im positiven Bereich.
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