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News, 17.11.2010
Weltkonjunktur
Weltwirtschaftsklima trübt sich weiter ein
Das Klima in der Weltwirtschaft hat sich im vierten Quartal zum zweiten Mal in Folge eingetrübt. Speziell in Asien verliert die Konjunktur an Fahrt.
Die Entwicklung trifft auch deutsche Exporteure. Das gilt vor allem für Exporte nach Fernost.
Die Entwicklung trifft auch deutsche Exporteure. Das gilt vor allem für Exporte nach Fernost.
Die Weltwirtschaft läuft insgesamt zwar nach wie vor auf Hochtouren, die Erwartungen zur weiteren Entwicklung im kommenden Halbjahr in den Volkswirtschaften aber sinken. Das geht aus den aktuellen Ergebnissen des vom Münchener Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) vierteljährlich erhobenen World Economic Survey (WES) im vierten Quartal hervor. Danach ist der Ifo-Indikator zum Weltwirtschaftsklima, der die aktuelle Wirtschaftslage sowie die Prognosen für die kommenden sechs Monate in Nordamerika, Westeuropa und Asien ermittelt, im vierten Quartal erneut gegenüber dem Vorquartal um 4,8 Punkte auf 98,6 Punkte gesunken (3. Quartal: 103,2 Punkte; 2. Quartal: 104,1 Punkte). Während sich der Indikator zur aktuellen Wirtschaftslage insgesamt noch mal verbesserte, schätzten die WES-Experten die weitere Entwicklung in den jeweiligen Wirtschaftsräumen dagegen zum dritten Mal in Folge schlechter ein als im Quartal davor.

„Die Ergebnisse deuten insgesamt darauf hin, dass sich die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft im nächsten halben Jahr verlangsamt fortsetzen wird“, erklärte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Wie die aktuellen Werte zeigen, stellt sich die Lage in den einzelnen Regionen allerdings sehr unterschiedlich dar. Während der Wirtschaftsklimaindikator in Nordamerika und Asien zum zweiten Mal in Folge sank, hat sich das Wirtschaftsklima in Westeuropa noch mal aufgehellt. Mit 105,2 Punkten erreichte hier der Indikator den höchsten Wert seit dreieinviertel Jahren (3. Quartal 2007: 110,9 Punkte). Demnach wird aktuelle Lage in Westeuropa von den WES-Experten besser eingeschätzt als im Vorquartal, wohingegen die Prognosen für das nächste Halbjahr etwas schlechter ausfallen als zuvor.

Auch in Australien legte der Ifo-Indikator zu, wo die Bewertungen sowohl zur aktuellen Wirtschaftslage als auch die zur weiteren Entwicklung besser ausfielen als im Vorquartal. Anders in Nordamerika, wo sich die aktuelle Lage nach Urteil der Experten erneut verschlechtert hat, während der Indikator zur weiteren Entwicklung im Vergleich zum Vorquartal konstant blieb. In Asien hat sich die aktuelle Wirtschaftslage ebenfalls verschlechtert. Vor allem was das nächste Halbjahr angeht, gingen die Erwartungen der WES-Experten Sinn zufolge im Vergleich zum Vorquartal zurück.

Bei den Preisen rechnen die Experten weltweit im Durchschnitt lediglich mit einem moderaten Anstieg. Besonders niedrig wird in diesem Jahr die Inflation in Nordamerika sowie im Euroraum ausfallen, wo die Experten auf Jahressicht eine Teuerungsrate von 1,6 Prozent erwarten. „Die Zahl der WES Experten, die von steigenden kurz- und langfristigen Zinsen im Laufe der nächsten sechs Monate ausgehen, ist weiter zurückgegangen. Vor allem in Australien, China,
Taiwan und Südkorea wird mit einem weiteren Anstieg der Notenbankzinsen im Laufe der
nächsten sechs Monate gerechnet“, so Sinn. Bezogen auf den US-Dollar erwarten die Experten, dass dieser im kommenden Halbjahr gegenüber den meisten anderen Währungen weiter an Wert verlieren wird, allen voran in Asien, Westeuropa und Australien.
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