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News, 23.08.2010
Weltkonjunktur
Weltwirtschaft verliert an Fahrt
Die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft scheint ihren Zenit erreicht zu haben. Erste Zeichen einer abflauenden Weltkonjunktur kommen insbesondere aus den USA und Asien.
 Die Weltwirtschaft wächst weiter, das Wachstumstempo aber schwächt sich ab.
Die Weltwirtschaft wächst weiter, das Wachstumstempo aber schwächt sich ab.
Die Stimmung in der Weltwirtschaft hat sich leicht eingetrübt. Das geht aus dem aktuellen World Economic Survey (WES) vom Münchener Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) hervor, dem zufolge der Weltwirtschaftsklimaindex im dritten Quartal um 0,9 Punkte auf 103,2 Punkte gesunken ist. Das ist der erste Rückgang gegenüber einem Vorquartal seit 15 Monaten. „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich die Erholung der Weltkonjunktur im zweiten Halbjahr verlangsamt fortsetzen wird“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Zwar wird die aktuelle Wirtschaftslage von den befragten WES-Experten mit einem Indikatorwert von 93,5 Punkten wesentlich besser eingeschätzt als noch im Vorquartal (80,4 Punkte). Was allerdings die weitere konjunkturelle Entwicklung der Volkswirtschaften angeht, hat sich die Stimmung deutlich abgekühlt: Mit 112,3 Punkten fiel hier der Indikator auf den tiefsten Stand seit über einem Jahr.

Auf das Weltwirtschaftsklima dämpfend wirkten vor allem die Prognosen für Asien und die USA, wo sich die aktuelle Wirtschaftslage zwar erneut verbesserte, jedoch die weitere Entwicklung im kommenden Halbjahr schlechter eingeschätzt wird als im Vorquartal. Infolgedessen ging der Indikatorwert sowohl in Asien (- 4,3 Punkte) als auch Nordamerika (- 6,7 Punkte) zurück. „In Nordamerika sank er wieder unter seinen langfristigen Durchschnitt“, erklärte Sinn.

Anders in Westeuropa. Hier hellte sich das Wirtschaftsklima zum sechsten Mal in Folge auf. Mit 102,2 Punkten stieg der Indikator auf den höchsten Stand seit Herbst 2007 (110,9 Punkte). „In Westeuropa haben sich die Urteile zur aktuellen Wirtschaftslage deutlicher als im Weltdurchschnitt verbessert“,  so der Ifo-Chef. Allerdings werden auch hier die Wirtschaftsaussichten nicht mehr ganz so positiv beurteil wie im Vorquartal.

„Nach der Jahresmitte scheint die Weltwirtschaft zwar auf Wachstumskurs geblieben zu sein, die Dynamik ist aber wohl schwächer geworden“, so die Deutsche Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht. Grund zur Sorge, dass das nachlassende Wachstumstempo die deutsche Konjunktur abwürgen könnte, sehen deren Experten aber nicht. Wenngleich sich in der globalen Produktion und im internationalen Handel eine „etwas langsamere Gangart“ abzeichne, seien die Aussichten im laufenden Halbjahr weiter günstig.
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