Persönlichkeiten wie Barack Obama, Silvio Berlusconi, Wladimir Putin, Nicolas Sarkozy oder Napoleon Bonaparte – nicht zuletzt Tiger Woods – haben eines gemeinsam: allen wird eine überdurchschnittliche Höhe ihres Testosteronwertes nachgesagt. Das Androgen macht den Unterschied zwischen Weichei & Womanizer, zwischen Männchen & Machthaber.
Wie eine Studie aufzeigte, sind Börsenmakler umso erfolgreicher, je höher ihre Testosteronwerte sind.
Testosteron ist der wichtigste Treibstoff der Männlichkeit, der sich massiv auf Karriere, Sex und Gesundheit auswirkt. Das belegen zahlreiche Studien. Wer über eine hinreichende Konzentration dieses Sexualhormons verfügt, hat das Potenzial zur Top-Führungskraft, sprich: „Rudelführer“. Das Powerhormon der Männer – Frauen haben gerade einmal ein Zehntel der männlichen Durchschnittsmenge im Blut – steuert Selbstvertrauen, Aggressivität und Risikobereitschaft maßgeblich, und damit auch jegliche Erfolgschance.
So stellte etwa eine Studie der Universität Cambridge fest, dass es bei Börsenmaklern einen Zusammenhang zwischen der Höhe des Testosteronspiegels und dem beruflichen Erfolg gibt. Die Forscher fanden heraus, dass die Gewinne umso höher waren, je mehr männliches Sexualhormon sie im Blut der Untersuchten vorfanden. Das Siegergefühl wiederum lässt die Androgenwerte weiter in die Höhe schnellen.
Obwohl Testosteron eindeutig ein relevanter Erfolgs- und Karrierefaktor ist, interessiert sich kaum ein Mann für die Höhe seines Testosteronwertes. Dabei zeigt sich immer wieder, dass die Werte stark stressbelasteter Führungskräfte, auch wenn sie noch jung sind, weit unter den Werten ihrer Altersgruppe liegen. Die Höhe des Testosteronwertes hängt nämlich nicht nur von der genetischen Veranlagung, sondern auch von Momentsituationen und den Lebensumständen ab.
Vor allem Übergewicht ist ein echter Testosteron-Killer. Im Bauchfett wird Testosteron, das grundsätzlich den Muskelaufbau und Fettabbau fördert, via Aromatasen zum weiblichen Geschlechtshormon Östrogen. Diese „Verstoffwechselungen“ sind es auch, die Männern die gefürchteten Hängebrüste wachsen lassen.
Testosteron ist auch für viele körperliche und psychische Vorgänge des Mannes verantwortlich. Auf einen Mangel weisen Libidoverlust, Antriebslosigkeit, Gedächtnisstörungen oder Depressionen hin. Bei niedrigen Werten, so eine Studie der University of Western Australia, ist die Depressionsanfälligkeit rund drei Mal so hoch. Schon bei einem Testosteronspiegel unter 12 Nanomol pro Liter Blut treten funktionelle Beschwerden auf. Alarmzeichen sind zum Beispiel, wenn beim Mann Symptome auftreten, die für Frauen in den Wechseljahren typisch sind – also Abgeschlagenheit, Leistungsabfall sowie Hitzewallungen oder Schlafstörungen.
Mittlerweile leidet jeder fünfte Mann über 50 Jahren an Hormonmangel. Experten empfehlen daher einen regelmäßigen Testosteron-Check beim Arzt, denn ab etwa dem 40. Lebensjahr sinkt der Testosteronspiegel jährlich um etwa ein Prozent. Die gute Nachricht: Ein leichter Testosteronmangel kann auf natürliche Weise behoben werden. Was hilft: regelmäßiger Ausdauersport, reduzierter Alkohol- und Nikotingenuss sowie gesunde Ernährung.