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News, 21.02.2013
Weiter ingesamt stabile Preise
Wegfall der Praxisgebühr dämpft Inflation
Zu Jahresbeginn hat sich der Preisauftrieb in Deutschland auf Verbraucherebene deutlich abgeschwächt. Ein Großteil der rückläufigen Teuerung im Januar war allerdings der Abschaffung der Praxisgebühr geschuldet.
Während der Wegfall der Praxisgebühr für Entlastung sorgte, schnellten die Strompreise allein auf Monatssicht um fast zehn Prozent nach oben.
Während der Wegfall der Praxisgebühr für Entlastung sorgte, schnellten die Strompreise allein auf Monatssicht um fast zehn Prozent nach oben.
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes mussten Verbraucher in Deutschland im Januar für Waren und Dienstleistungen durchschnittlich 0,5 Prozent weniger zahlen als im Dezember. Gegenüber Januar 2012 erhöhten sich die Preise im Durchschnitt um 1,7 Prozent. Das war die niedrigste Teuerungsrate seit Juni 2012. Im Dezember war die Jahresteuerungsrate noch bei 2,0 Prozent gelegen. Das ist genau der Schwellenwert, bis zu dem die Europäische Zentralbank (EZB) von insgesamt stabilen Preisen spricht.

Preistreiber waren im Januar einmal mehr vor allem Energie und Lebensmitteln. Mehr als die Hälfte der Jahresteuerungsrate ging auf die Preisentwicklung in diesen Bereichen zurück. So mussten Verbraucher für Nahrungsmittel im Januar durchschnittlich 4,5 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat. Gegenüber Dezember verteuerten sich Lebensmittel im Schnitt um 0,9 Prozent. Energie verteuerte sich im Januar auf Jahressicht im Schnitt um 3,9 Prozent (Haushaltsenergie: +5,8%; Kraftstoffe: +0,5%). Auch gegenüber Dezember zogen die Preise deutlich an (+2,3%), wobei sich hier vor allem die kräftigen Preiserhöhungen bei Strom (+9,9%) bemerkbar machten. „Vor einem Jahr hatte der Anstieg der Strompreise von Dezember auf Januar lediglich 1,1 % betragen“, so das Statistikamt.

Inflationsdämpfend wirkte sich dagegen die Abschaffung der Praxisgebühr aus: Der Statistikbehörde zufolge verringerte sich allein durch ihren Wegfall die gesamte Jahresteuerungsrate im Januar um knapp 0,2 Prozentpunkte. Entlastend wirkten auch vergleichsweise geringe Preiserhöhungen bei Dienstleistungen, die sich auf Jahressicht im Durchschnitt lediglich um 1,1 Prozent verteuerten (darunter Finanzdienstleistungen: -11,2%; Nachrichtenübermittlung: -1,7%; Nettokaltmieten: +1,2%; Pauschalreisen: +5,4%).  

Die Preise für Waren lagen im Januar insgesamt 2,3 Prozent über dem Vorjahresniveau, wobei sich Verbrauchsgüter um 3,3 Prozent auf Jahressicht verteuerten, während langlebige Gebrauchsgüter 0,7 Prozent günstiger waren als im Januar 2012 (darunter Geräte der Unterhaltungselektronik: − 7,2 %; Informationsverarbeitungsgeräte: − 6,0 %).
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