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News, 13.08.2007
E-Commerce und E-Business
Web Threats – Bedrohungen aus dem Internet für die IT-Sicherheit nehmen zu
Einer Symantec-Studie zufolge gingen im Jahr 2006 europaweit von Deutschland die meisten Internet-Sicherheitsrisiken aus. Bedrohungen aus dem Internet, so genannte Web Threats, werden von Unternehmen inzwischen sogar gefährlicher eingestuft als Phishing oder Spam, so das Ergebnis einer neuen Studie von Trend Micro.
Wie aus einer neuen Untersuchung von Trend Micro, Hersteller von Sicherheitslösungen, hervorgeht, gehören Web Threats, das heißt Bedrohung, die von gefährlichen oder unerwünschten Aktivitäten im Internet ausgehen, zu den am schnellsten wachsenden Bedrohungsformen. Laut Trend Micro setzen insbesondere Malware-Programmierer für ihre kriminellen Aktivitäten zunehmend auf das Medium Internet, um Informationen auszuspionieren und diese dann mit hohem Profit zu verkaufen.

Effizient organisiert und verstärkt von finanziellen Interessen angetrieben, so Trend Micro, stünden die Chancen für Internet-Kriminelle besser als je zuvor. Über technisch ausgeklügelte Angriffe kombinieren die Kriminellen dem Bericht zufolge verschiedene Komponenten und nutzen das Web für die eigene Aktualisierung, Tarnung und Kommunikation sowie für die Übertragung gestohlener Informationen. Zum Einsatz kämen dabei in der Regel ein oder mehrere Programme, die während des Internetangriffs ohne Wissen und Erlaubnis des Anwenders im Hintergrund installiert und dann nach ihrer Aktivierung mit dem Diebstahl vertraulicher Daten und der Zweckentfremdung von Computerressourcen beginnen würden.

Abseits des Diebstahls von Daten ebenfalls sehr beliebt ist die Zweckentfremdung des Computers als Verteiler für E-Mail-Spam. Laut einer Studie von Symantec verfügten Spam-Versender im Jahre 2006 weltweit über sechs Millionen so genannte Bot-PCs, die ohne Wissen der Betroffenen, über das Internet „ferngelenkt“, zum Versand der Spam-Mails genutzt wurden. Das Prinzip ist dabei immer das Gleiche, wie Candid Wüest, Virenexperte bei Symenantec ausführt: „Internet-Kriminelle schleusen entsprechende Programme in den Rechner. Diese nisten sich ein und warten auf externe Befehle – zum Beispiel zum massenhaften Versand von Spam, zum Lahmlegen fremder Internetanschlüsse im Rahmen so genanter Denial-of-Service-Angriffe oder zum Herunterladen von Schadsoftware.“

Mangelhafte Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere aber die Unwissenheit vieler Internetnutzer spielen den Online-Kriminellen in die Hände. So wussten im Rahmen einer Umfrage von Symantec 62 Prozent der befragten Nutzer nichts mit den Begriffen Bot oder Botnet anzufangen. Bei den über 50-Jährigen waren es sogar 80 Prozent. Trotz nach wie vor großer Informationsdefizite: Das Sicherheitsbewusstsein für die Bedrohungen aus dem Internet steigt – besonders in den Unternehmen, wie die Trend Micro Befragung von 1.600 Endanwendern aus Unternehmen in Deutschland, Großbritannien, Japan und den USA zeigt. Das höchste Risikobewusstsein haben demnach deutsch Firmen-Endanwender, von denen 63 Prozent sich gegenüber Web Threats sensibilisiert zeigten. Bei japanischen Endanwendern waren es nur 43 Prozent.

"Web Threats sind gekennzeichnet durch die Kombination verschiedener Angriffstechniken, die explosionsartige Verbreitung von Varianten sowie zielgerichtete und regional begrenzte Angriffe“, erläutert Raimund Genes, CTO Anti-Malware bei Trend Micro die Gefahren. Das Schadenspotenzial, so der Experte, sei immens und reiche von Identitätsdiebstahl und dem Verlust vertraulicher Unternehmensdaten über beschädigte Markenreputation bis zum schrumpfenden Vertrauen der Endanwender in Web Commerce. Wie die Studie Auskunft gibt, belegen Web Threats im Ranking der Sicherheitsbedrohungen nach Viren und Trojanischen Pferden mittlerweile den dritten Platz und sind demnach gefährlicher einzustufen als Pharming, Phishing oder Spam.

Erschwerend hinzukommt das Problem, dass herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen nicht ausreichen, um sich vor diesen raffinierten, hoch komplexen Angriffstechniken adäquat zu schützen. So lasse sich der Studie zufolge die Bedrohung nicht durch eine einzige Methode oder Technologie entschärfen, sondern erfordere eine mehrschichtige und umfassende Kombination von Techniken. Gefragt sei dabei ein mehrschichtiger Lösungsansatz, der verschiedene innovative Technologien auf dem Gateway und PC, im Netzwerk sowie im Internet kombiniere. „Die Kombination aus der Nutzung des Internets in allen Bereichen und der Komplexität wirksamer Schutzmaßnahmen gegen Web Threats“, so Trend Micro Experte Raimund Genes, „ergibt die größte Herausforderung für die Sicherheit persönlicher und geschäftlicher Informationen der letzten zehn Jahre."

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