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Was Rankings für die Studienwahl leisten können – und was nicht

„Besser einmal mehr hinterfragen als glauben“.
(PM) Düsseldorf, 05.02.2013 - Rankings suggerieren die deutsche Hochschullandschaft nach Güte-Kriterien gerastert abzubilden. Sie versprechen wertvolle Informationen für die persönliche Wahl des Studienfachs & der passenden Hochschule – von detaillierten Orientierungen über Arbeitsbedingungen, Forschungsreputation hin zu einzelnen Wohnformen am Studienort. Für mittlerweile über 30 Fächer & mehr als 250 Hochschulstandorte hierzulande liegen Datensätze vor.

Vor voreiligen Schlüssen muss gewarnt werden

Fehlende Neutralität & Einhelligkeit in der gesamten Ranking-Debatte ist unter anderem ein Indikator für gegenläufige Interessenstandpunkte. Studierende suchen möglichst schnell informierende Übersichten & primäre Orientierung; Hochschulen haben Interesse an möglichst positiver öffentlicher Resonanz & nicht extern erfolgender Skalierung ihrer akademischen Vielfalt; & Ranking-Ersteller, die mit dem Vergleichen & Bewerten erst die Grundlage für die Informations-Verwertung schaffen, verstehen sich erwiesenermaßen auch als Dienstleister für Unternehmen, denen sie akademische ‚Spitzenreiter‘ & ‚Schlusslichter‘ kommunizieren („Uniranking 2012“ erfolgte in Zusammenarbeit von WirtschaftsWoche, einer Beratungsgesellschaft & einem Personaldienstleister; im CHE ist die Bertelsmann Stiftung Teilhaber).

Hochschul- und strukturpolitisch brisante Standort-Stigmatisierung

Dass negative Rankingergebnisse für einzelne Standorte erhebliche Kollateralschäden mit sich führen & damit zu einer Spaltung der Hochschullandschaft beitragen, dokumentieren die zahlreichen aktuellen Debatten über Pro & Kontra der akademischen Leistungsvergleiche. Die angebliche Hauptfunktion der Rankings: die Leistungsfähigkeit einer Hochschule für Studierende transparent zu machen (Transparenzbeschaffung) sowie Rekrutierungshilfe für akademisches Personal bei den Unternehmen zu leisten, kann sich schlagartig vom positiven Absichtseffekt zu schlechter Standortpolitik verkehren.

So hat es zuletzt Dieter Lenzen, Erziehungswissenschaftler & Präsident der Uni Hamburg, 2012 auf einer Tagung zum Forschungsrating formuliert: Weil sie die „3 methodischen Grundgütekriterien der Objektivität, der Reliabilität & der Validität“ nicht sicherstellen können, sind Ratings als verlässliches Instrument der Transparenzerzeugung ungeeignet. Schlimmer noch: Mittelfristig produzieren sie eine „Scheinwirklichkeit“, fokussieren sie eine „Mainstreamwissenschaft“, bringen sie den Ranking-Gewinnern „Marktvorteile auf dem Berufungs- & Besoldungsmarkt“. Und weil sie Verlierer erzeugen, sind sie für die scientific community auch aus ethischen Gründen nicht zu rechtfertigen. Denn soviel scheint doch deutlich: Nicht mit Standort-Stigmatisierungen oder ausgezeichneten Eliteschmieden, Konkurrenz & Missgunst, wie sie Rankings letztlich erzeugen, ist der deutschen & europäischen Hochschullandschaft geholfen, sondern: Mit Kooperation, Vernetzung, Förderung auch in der akademischen Vielfalt & Breite.

Wer nicht mitmacht, könnte gewinnen

Die von Lenzen formulierte Generalkritik ist seit langem kein Einzelfall in der Debatte um Wert & Begleiteffekte der Hochschulrankings, und sie bleibt nicht nur theoretisch. Nachdem 2012 auch die Fachgesellschaft der Soziologie ihren deutschen Instituten die Nichtteilnahme am CHE-Ranking empfohlen hat & diverse Boykottaufrufe an die 37 aktuell im Ranking ausgewiesenen Studienfächer ergingen (bereits 2010 hatte sich der Historikerverband vom CHE-Ranking distanziert, die Gesellschaft deutscher Chemiker & die Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft waren 2012 nachgezogen), werden mindestens sechs deutsche Universitäten (darunter Hamburg & Leipzig) beim 2013er Ranking fehlen.

Studienwahl: Am besten direkt vergleichen. Empfehlungen von GWriters

Für Marcel Kopper, Mitbegründer von GWriters ( gwriters.de ), steht fest: Bei der Wahl des persönlichen Hochschulstandorts sollte man „am besten mehrgleisig“ vorgehen: „Erstens sich bei dem favorisierten Hochschulstandort persönlich einen direkten Überblick verschaffen über das Angebot, Qualität des Personals, Zulassungsbedingungen & ähnliche Basics; zweitens über Freunde, ehemalige Studierende & Netzwerke herausfinden, ob Schwerpunkte des Fachs, beispielsweise der gesuchte Theorie-Praxis-Bezug, am betreffenden Standort wirklich & aktuell gut bedient werden oder nur eine Sprechblase der Marketingabteilung sind. Und schließlich sollte man sich unbedingt genauer anschauen, welche Wege die jüngsten persönlichen Vorbilder gegangen sind. Es hilft also nichts: Die Transparenz muss man sich selbst beschaffen, besser einmal mehr durch Nachfragen & Hinterfragen statt blindes Vertrauen in Punkte & Tabellen.“
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