VOLLTEXTSUCHE
News, 01.08.2012
Warnung vor Trojaner
Neue aggressive Schadsoftware im Umlauf
Nach Auskunft des BSI gefährdet eine neue besonders aggressive Schadsoftware, der so genannte Windows-Verschlüsselungs-Trojaner, Computer-Nutzer. Demnach werden infizierte Rechner durch Verschlüsselung praktisch unbrauchbar gemacht, um von den Betroffenen Gelder zu erpressen.
BSI-Präsident Michael Hange zufolge erwartet das Bundesamt, dass die Bedrohung durch Schadsoftware noch weiter steigen wird...
BSI-Präsident Michael Hange zufolge erwartet das Bundesamt, dass die Bedrohung durch Schadsoftware noch weiter steigen wird...
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes warnen vor einer neuen besonders dreisten Variante von Schadsoftware, die sämtliche Dateien auf infizierten Rechnern so verschlüsselt, dass deren Nutzung häufig nicht mehr möglich ist. Zeitgleich mit der Infizierung werden die Betroffenen aufgefordert, einen Geldbetrag zu überweisen, mit dem Hinweis, dass die Sperrung des Computers danach wieder aufgehoben würde, was jedoch nicht stimmt. Das BSI und Polizeibehörden raten daher dringend, den geforderten Betrag auf keinen Fall zu überweisen. „Das BSI sowie die anderen Behörden und Unternehmen sind nicht Absender dieser Meldungen“, so BSI-Präsident Michael Hange.

Dem BSI zufolge erfolgt Verbreitung der unter dem Namen „Windows-Verschlüsselungs-Trojaner“ bekannten Schadsoftware mittels Spam-Mails an PC- und Notebook-Nutzer im gesamten Bundesgebiet. In diesen würden angeschriebene Personen beispielsweise im Namen des BSI, des Bundeskriminalamts, der Bundespolizei, einer Staatsanwaltschaft oder anderer Organisationen dazu verleitet, mit den E-Mails als Anhang versandte Dateien zu öffnen. Öffnet ein Empfänger solcher Mails den Anhang, wird der Rechner sofort durch Schadsoftware verschlüsselt und der Nutzer aufgefordert, in der Regel 100 Euro mittels Pasafecard oder aber 50 Euro mittel Ukash zu bezahlen. Selbst nach Überweisung des geforderten Betrages aber bleibt die Sperrung des Computers weiterhin bestehen.

Eine Möglichkeit, einen durch Trojaner-Befall gesperrten Computer von der Schadsoftware zu befreien, sei der Einsatz so genannter Rettungs-CDs, auch „Rescue Discs“ genannt. Anbieter von Antivirensoftware stellten diese teils kostenlos bereit. „Diese Rettungs-CDs müssen über einen nicht infizierten Rechner heruntergeladen und auf den betroffenen Rechner aufgespielt werden“, so das BSI. Entsprechende Versuche seien allerdings dem Bundesamt zufolge häufig nur zum Teil erfolgreich. Im Fall des Windows-Verschlüsselungs-Trojaners empfehlen BSI und Polizei jedoch Betroffenen, zur Entschlüsselung des Rechners einen Computerfachmann hinzuzuziehen. Weitere Hilfestellung biete auch das Anti-Botnetz-Beratungszentrum auf seiner Website unter https://www.botfrei.de/ - hier finden betroffene PC-Besitzer unter anderem eine Anleitung, wie sich infizierte Rechner säubern lassen.

Auch sollten von erpresserischer Schadsoftware betroffene Bürger die geforderte Gebühr auf keinen Fall bezahlen. „Sollten Internet-Nutzer von einer der Erpressungsvarianten betroffen sein, sollten sie umgehend Anzeige bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle erstatten“, empfiehlt Professor Dr. Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG