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Wann kommt es zur Immobilien Krise in der VR China? Oder ist diese bereits da?

Neue Millionäre in der VR China verdanken ihren Reichtum Bodenspekulation, Immobilien und Beziehungen. Das Gesamtgeschäft mit Wohnungen hatte 2009 ein Volumen von mehr als 600 Mrd. Euro, ein Fünftel des Bruttoinlandsproduktes.
(PM) Frankfurt, 12.05.2010 - In China steigen die Immobilienpreise in den letzten Jahren immer schneller. Baut sich in Asien so eine weitere Blase auf, oder ist Sie bereits da?

Neue Millionäre in der VR China verdanken ihren Reichtum Bodenspekulation, Immobilien und Beziehungen. Das Gesamtgeschäft mit Wohnungen hatte 2009 ein Volumen von mehr als 600 Mrd. Euro, ein Fünftel des Bruttoinlandsproduktes. Hingegen beschreibt das Sozialblaubuch der Akademie für Sozialwissenschaften, dass Wohneigentum inzwischen für 85 Prozent aller Chinesen und auch für die Mittelschichten unbezahlbar geworden ist.
Vor diesem Hintergrund stieg Chinas Index für Häuserpreise in den letzten drei Monaten 2009 um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Noch viel dramatischer ist folgende Zahl. Die Immobilienpreise in Chinas Städten stiegen von 10,7 Prozent im Februar auf 11,7 Prozent im März 2010, was einen beschleunigten Anstieg der städtischen Immobilienpreise verdeutlicht. Der Anstieg im März ist dabei der höchste Anstieg seit Juli 2005, als China die Anzahl der in die Statistik aufgenommenen Städte auf 70 verdoppelte.

Der Durchschnittspreis einer Wohnung liegt nunmehr landesweit bei rund 490 Euro je Quadratmeter. Die Preise neuer Wohnungen in Peking und Shanghai sind binnen Monaten um mehr als die Hälfte in die Höhe geschnellt. In Shanghai betrug der Durchschnittspreis für eine neue Wohnung im März 19.767 Yuan (2139 Euro) pro Quadratmeter. Der Preis für bestehende Immobilien, vor allem Häuser, kletterte auf einen Rekordpreis von 16.200 Yuan (1753 Euro) pro Quadratmeter. Absolute Spitzenlagen kosten sogar 4300 Euro pro Quadratmeter.
Die Menge an neu verteiltem Bauland ist vor diesem Hintergrund im ersten Quartal 2010 um 67 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr, auf 66.667 Hektar angestiegen. Etwa 39,2 Prozent des Gesamtangebots ist reserviert für Wohnimmobilien, dies sind 10,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Um einer Blasenbildung entgegen zu wirken, wurden in den letzen zwei Monaten einige Maßnahmen von Seiten der Regierung und der Banken ergriffen.

So verschärfte die Bank of China ihre Kreditbestimmungen. Sie nahm zunächst ihre Zinsermäßigung von 30 Prozent zurück. Zudem hat die chinesische Regierung die Höhe der geforderten Anzahlungen für Kredite beim Kauf von Zweithäusern von 40 auf 50 Prozent erhöht. Käufer von Ersthäusern mit über 90 Quadratmetern müssen nunmehr 30 Prozent des Kaufpreises bei Vertragsabschluss anzahlen. Zudem kann die Kreditvergabe an Personen die ihr drittes Haus in Gegenden mit stark steigenden Immobilienpreisen kaufen wollen, abgelehnt werden. Gegenüber Personen, die nicht beweisen können, dass sie mindestens ein Jahr in den Städten, in denen sie Häuser kaufen wollen, gelebt und Steuern gezahlt haben, können zudem Kredite zurückgehalten werden. Die Zentralregierung kann überdies die Anzahl der Häuser, die eine Person in Gegenden mit stark steigenden Preisen kaufen darf, beschränken.
Die eigeleiteten Maßnahmen scheinen jedoch ins Leere zu gehen. Die Menge neuer Immobilienkredite stieg im April gegenüber dem März an. Man muss daher davon ausgehen, dass die Menge neuer Kredite im April über 600 Milliarden Yuan, also bei rund 70 Milliarden Euro, liegt. Dieses entspricht ca. einem Drittel des gesamten Kreditvolumens der VR China.

Dieser enorm hohe Anteil, zeigt das Risiko einer nachhaltigen Blasenbildung auf. Eine solche wäre jedoch Gift für die chinesischen Wirtschaft und damit auch die gesamte Weltwirtschaft. Das Konjunkturpaket, das die Chinesische Regierung aufgrund der Weltwirtschaftskrise auflegte und fast 1,2 Billionen Euro beträgt, droht so zu verpuffen.

Um dies zu verhindern führte die Zentralbank jüngst eine Kreditquotenregelung ein, um das Kreditwachstum zu begrenzen. Hierdurch dürfen die chinesischen Banken im zweiten Quartal höchstens 2,25 Billionen Yuan, also 262 Milliarden Euro, neue Kredite ausgeben. Dieses entspricht 30 Prozent des Zieles der chinesischen Regierung von 7,5 Billionen Yuan. Ob diese Quotenregelung tatsächlich Abhilfe verspricht, muss bezweifelt werden.
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