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News, 06.05.2013
Wachstumsmotor E-Commerce
Deutscher Online-Handel wächst weiter kräftig
Der deutsche Online-Handel hat im vergangenen Jahr erneut ein Wachstum der E-Commerce-Umsätze im zweistelligen Bereich verzeichnet. Zugleich hat sich der Anteil der im E-Commerce erzielten Umsätze am Gesamtumsatz des deutschen Einzelhandels einer IFH-Erhebung zufolge binnen von fünf Jahren mehr als verdoppelt.
Am höchsten liegt der E-Commerce-Umsatzanteil am Gesamtumsatz im Produktsegment Computer und Elektronik.
Am höchsten liegt der E-Commerce-Umsatzanteil am Gesamtumsatz im Produktsegment Computer und Elektronik.

Der E-Commerce bleibt für den Einzelhandel weiterhin der stärkste Wachstumsmotor. Aktuellen Zahlen des Instituts für Handelsforschung  (IHF) Köln zufolge setzten Deutschlands Einzelhändler im Jahr 2012 im Online-Handel rund 33 Milliarden Euro um. Das waren knapp 15 Prozent mehr als im Jahr davor. Das geht aus dem  neuen, jährlich vom IFH erhobenen Branchenreport Online Handel hervor. Gleichzeitig nahm der E-Commerce-Anteil  am Gesamtumsatz des deutschen Einzelhandels weiter zu: Der Studie nach belief er sich im Durchschnitt aller Handelssegmente auf 7,7 Prozent. Im Jahr 2007 hatte er im Branchenschnitt gerade einmal drei Prozent betragen. Lässt man die Handelssparte der so genannten Fast Moving Consumer Goods (FMCG) wie beispielsweise Nahrungsmittel und Körperpflegeprodukte außen vor, belief sich der im Online-Handel erzielte Umsatzanteil am Gesamtumsatz des deutschen Einzelhandels im Jahr 2012 dem IFH zufolge sogar bereits auf 14,2 Prozent.

„Der Einzelhandel funktioniert nur noch mit dem Internet, nicht dagegen. Gleichzeitig bringt die neue Mobilität des Internets durch Smartphones und Tablets die Online- und Offline-Shopping-Welten näher zusammen“, kommentierte Studienautor Hansjürgen Heinick die Entwicklung. Die gute Konjunktur im Online-Handel setzt sich auch 2013 fort: Laut IFH-Prognose dürfte sich der E-Commerce-Umsatz in Deutschland im laufenden Jahr um weitere 13,6 Prozent erhöhen und der Online-Handel damit ein ähnlich starke Wachstumsdynamik verzeichnen wie im letzten Jahr. „Von einer Stagnation des Online-Wachstums ist auch in den kommenden Jahren kaum auszugehen“, so Heinick.

Unterhaltungselektronik- und Fashion-Handel mit höchstem E-Commerce-Anteil

Umsatzstärkste Kraft im Online-Markt sind nach wie vor die sogenannten Internet Pure Player, sprich jene Unternehmen, die ausschließlich über das Internet agieren. Laut IFH-Prognose dürfte auf sie 2013 ein Anteil von 36,6 Prozent der gesamten E-Commerce-Umsätze in Deutschland entfallen. Deutlich gewachsen ist im letzten Jahr erneut der Anteil des Fashion- und Accessoire-Segments: Während im Jahr 2007 lediglich ein Fünftel der gesamten E-Commerce-Umsätze auf Produkte dieser Sparten entfallen war, machte sie 2012 bereits ein Viertel des gesamten Online-Marktes aus.

Auch was den Online-Anteil am Gesamtumsatz der einzelnen Handelssegmente angeht, steht der Fashion- und Accessoire-Bereich dem IFH zufolge an der Spitze. So wird bereits rund sechste Umsatz-Euro im Einzelhandel mit Mode und Accessoires im Internet erzielt (16,8 %). Damit hat sich der Online-Umsatzanteil am Gesamtumsatz der Branche binnen von fünf Jahren gut verdreifacht (2007: 4,9 %). Nur die Sparte Consumer Electronics (CE)/Elektro weist mit 17,0 Prozent noch einen höheren Online-Umsatzanteil aus.  In den Segmenten Freizeit & Hobby sowie Büro & Schreibwaren genießt der E-Commerce mit Online-Umsatzanteilen von 15,8 bzw. 15,1 Prozent inzwischen ähnlichen hohen Stellenwert. Im Bereich Gesundheit & Wellness ist es immerhin bereits ein knappes Zehntel vom Gesamtumsatz (9,3%), der im Internet erzielt wird.

Nach wie vor kaum Bedeutung hat der E-Commerce dagegen im FMCG-Bereich (Nahrungsmittel, Pflegeprodukte etc.): Hier beträgt der Online-Umsatzanteil am Gesamtumsatz gerade einmal 0,8 Prozent (2007: 0,5%). Auch in den Branchen Wohnen & Einrichten (7,4 %) sowie Heimwerken & Garten (2,6 %) gibt es in Sachen E-Commerce noch eine Menge Luft nach oben. Hier sieht Heinick allerdings auch mit das größte Potenzial.

„Gerade die Möbelbranche wird in den kommenden Jahren voraussichtlich einen Sprung nach vorn machen können. Die Konsumenten sind es gewöhnt, sechs bis acht Wochen auf die neue Küche oder das neue Sofa zu warten und in vielen Fällen werden die Produkte auch heute schon aus dem stationären Handel nach Hause geliefert“, so der E-Commerce-Experte. „Vor allem Cross-Channel-Anbieter können sich hier positionieren.“

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