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News, 18.08.2014
Weltwirtschaftsklimaindikator legt leicht zu
Weltwirtschaft im Aufwind, aber Sorge wächst
Trotz zahlreicher Krisenherde zeigt sich die Weltkonjunktur robust. Sowohl bezogen auf die aktuelle Lage als auch auf die Konjunkturaussichten hat sich Stimmung in der Weltwirtschaft im dritten Vierteljahr geringfügig verbessert. Bei den Ökonomen wächst jedoch die Sorge, dass die Krisen mehr und mehr die Konjunktur abwürgen könnten.
Positv für den deutschen Export: In Nordamerika und Asien hellte sich das Wirtschaftsklima deutlich auf.
Positv für den deutschen Export: In Nordamerika und Asien hellte sich das Wirtschaftsklima deutlich auf.
Die Weltwirtschaft hat insgesamt im dritten Quartal an Fahrt gewonnen, zeigt der vom ifo Institut im Rahmen des World Economic Survey (WES) vierteljährlich ermittelte ifo Weltwirtschaftsklimaindex. Dem ifo Institut zufolge legte der ifo-Gesamtindikator, der auf den Lagebewertungen und Konjunkturerwartungen von mehr als 1.000 Ökonomen aus 121 Ländern basiert, im dritten Quartal auf 105,0 Punkte zu. Das sind 2,7 Zähler mehr als im Vorquartal und 10,9 Punkte mehr als im dritten Quartal 2013. Im Vorquartal hatte sich Stimmung in der Weltwirtschaft leicht eingetrübt (- 0,9 Punkte).

Verantwortlich für die leichte Stimmungsaufhellung im dritten Quartal sind etwas bessere Bewertungen der WES-Experten zur aktuellen wirtschaftliche Lage in den Regionen und Befragungsländern. So legte der Teilindikator zu den Lageurteilen im dritten Quartal um 3,7 Zähler auf 95,3 Punkte zu. Im dritten Quartal vergangenen Jahres war der Lage-Indikator lediglich bei 82,2 Punkten gelegen. Auch im Hinblick auf die Konjunkturaussichten zogen die Bewertungen leicht an. Hier notiert der Indikator, nachdem er im Vorquartal noch leicht gesunken war, mit einem leichten Anstieg um 1,7 auf 114,0 Punkte nun wieder auf dem Niveau von Anfang des Jahres und 8,7 Punkte höher als im Vorjahreszeitraum.

„Die Weltkonjunktur bleibt aufwärts gerichtet“, kommentierte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn die aktuelle Entwicklung. Allerdings mehren sich die Sorgen, dass es mit dem Aufwärtstrend bald Schluss sein könnte. So sehen gegenwärtig fast drei Viertel der befragten Ökonomen eine moderate bis hohe potenzielle Gefahr, dass die aktuellen Krisen die Preise für Energie nach oben treiben sowie zu Engpässen in der Versorgung führen und so die Weltkonjunktur abwürgen könnten.

Schub in Nordamerika und Asien, starke Verschlechterung im Nahen Osten und in Lateinamerika


Positive Impulse für die Weltkonjunktur kommen gegenwärtig vor allem aus Nordamerika und Asien. So zogen die Bewertungen im nordamerikanischen Raum um 3,4 Zähler auf 110,5 Punkte an, unter anderem bedingt durch eine starke Stimmungsaufhellen in den USA (+ 5,9 Punkte). Damit notiert der ifo-Indikator für Nordamerika aktuell fast 17 Punkte höher als vor einem Jahr (Q3/2013: 93,7 Punkte). In Asien hellte sich die Stimmung insgesamt sogar um 9,6 Punkte auf. Hier liegt der ifo-Indikator nun bei 99,1 Punkten und damit ebenfalls deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

In Europa hat sich die Stimmung dagegen etwas eingetrübt. Hier gab der ifo-Indikator um 0,9 auf 117,5 Punkte nach. Stark verschlechterte Bewertungen kommen aber insbesondere aus dem Nahen Osten und Lateinamerika, wo sich das Wirtschaftsklima im Quartalsvergleich um 5,7 Punkte beziehungsweise 5,4 Punkte verschlechtert hat. In Lateinamerika notiert der Indikator aktuell dem ifo Institut zufolge sogar so niedrig wie seit Ende 2009 nicht mehr.

„Laut einer WES-Sonderfrage zu den erwarteten negativen Auswirkungen des Ukraine-Konflikts sind den Experten zufolge vor allem unmittelbare Nachbarländer durch ihre Handelskanäle sowie über die Energiepreise und -versorgung negativ betroffen“, so Sinn. „Demgegenüber halten die WES-Experten weiter entfernt liegender Regionen wie Lateinamerika, Ozeanien sowie Asien und Afrika die Auswirkungen auf ihr Land für relativ gering.“
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