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News, 05.08.2010
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Export beflügelt Auftragslage in der Industrie
Nach einem kleinen Dämpfer im Mai hat die deutsche Industrie das erste Halbjahr mit einem überraschend kräftigen Auftragsplus beendet.
Der Höhenflug der deutschen Industrie hat sich im Juni fortgesetzt. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mitteilte, stieg das Volumen der Auftragseingänge im Juni gegenüber Mai preis- und saisonbereinigt um 3,2 Prozent. Experten hatten nur mit einem Zuwachs von 1,5 Prozent gerechnet, nachdem die Neubestellungen im Mai zum ersten Mal in diesem Jahr um 0,1 Prozent zurückgegangen waren. Motor bei den Auftragseingängen in der deutschen Industrie war im Juni einmal mehr der Export mit einem Zuwachs an Neuaufträgen um 5,7 Prozent. Die Inlandsnachfrage nach deutschen Industriegütern erhöhte sich im Juni gegenüber Mai hingegen nur leicht (+0,3%).

Geschuldet war der überraschend starke Anstieg der Auftragseingänge nach Auskunft des BMWI einem überdurchschnittlich hohen Volumen an neuen Großaufträgen, insbesondere aus dem Ausland im Bereich der Automobilindustrie. Gewinner waren demnach allen voran die Produzenten von Investitionsgütern, die im Juni 6,4 Prozent mehr Neubestellungen verzeichneten als Mai. In der Konsumgüterindustrie erhöhte sich der Auftragsbestand nach einem kräftigen Anstieg im Mai (3,6%) erneut um 0,9 Prozent. Weiter rückläufig entwickelt sich die Nachfrage hingegen bei den Produzenten von Vorleistungsgütern (bspw. Metalle, Lacke), wo das Volumen der Auftragseingänge im Juni zum zweiten Mal in Folge um 0,8 Prozent zurückging (Mai: -2,3%).

Auftragseingänge im Mai und Juni ein Viertel über dem Vorjahresniveau

Wie der Vergleich der Auftragseingänge im Zeitraum Mai bis Juni gegenüber dem Volumen der beiden Vormonate zeigt, bleibt die Auftragslage in der deutschen Industrie mit einem Auftragsplus von 3,2 Prozent weiterhin aufwärts gerichtet. „Der Stand des ersten Quartals wurde im zweiten Vierteljahr sogar um 7,7 Prozent überschritten“, so das Bundeswirtschaftsministerium. Hauptmotor des Aufschwungs in der deutschen Industrie bleibt weiter die hohe Nachfrage nach deutschen Industrieprodukten aus dem Ausland, die im Zweitmonatsvergleich erneut gegenüber den beiden Vormonaten um 5,0 Prozent anzog, während sich die Dynamik der Inlandsnachfrage tendenziell mit 1,2 Prozent ein wenig abgeschwächt hat.

Größter Gewinner mit Blick auf die industriellen Hauptgruppen ist auch im Zweimonatsvergleich die deutsche Investitionsgüterindustrie, die im Mai und Juni 5,7 Prozent mehr Neubestellungen verzeichneten als in den beiden Monaten davor. Bei den Konsumgüterherstellern erhöhte sich das Auftragsvolumen gegenüber März/April um 3,6 Prozent, wohingegen die Produzenten von Vorleistungsgütern einen leichten Rückgang der Neubestellungen um 0,3 Prozent verzeichneten.

„Insgesamt hat sich die Auftragslage der Unternehmen im zweiten Quartal deutlich verbessert. Damit zeichnet sich eine Fortsetzung des Erholungsprozesses in der Industrie ab“, so das BMWI. Besonders deutlich wird der Höhenflug der deutschen Industrie im Vorjahresvergleich. So fuhren deutsche Industriebe insgesamt im Zeitraum Mai bis Juni um 24,9 Prozent mehr Neuaufträge ein als im Vergleichszeitraum 2009.
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