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News, 24.02.2015
Volksdroge Smartphone
Smartphone nimmt im Alltag im größeren Raum ein
24 Stunden ohne Smartphone - für viele Smartphone-Nutzer in Deutschland käme das inzwischen einem Albtraum gleich, zeigt eine aktuelle Studie.
Immer mehr Smartphone-Nutzer regt die dauernde Erreichbarkeit jedoch auch auf.
Immer mehr Smartphone-Nutzer regt die dauernde Erreichbarkeit jedoch auch auf.
„Handy-Nacken“, „SMS-Daumen“ – die Smartphone-Nutzung nimmt in Deutschland immer stärker zu und bringt sogar inzwischen eigene, ihre zugeschriebene Krankheiten hervor. In diesem Kontext zeigt jetzt eine von YouGov im Auftrag von handytick.de durchgeführte Studie, wie stark die Smartphone-Nutzung auch hierzulande bei vielen Mobilgeräte-Besitzern den Alltag dominiert. So bringen ihr zufolge mittlerweile 39 Prozent der Smartphone-Nutzer täglich mindestens eine Stunde mit Aktivitäten auf ihrem Smartphone zu, vom Selfie-Schießen und der Kommunikation in Social Media bis hin zum Schauen von Online-Videos und Gaming. Bei jedem neunten Smartphone-Nutzer sind es sogar täglich mindestens drei Stunden, die er mit seinem mobilen digitalen Alleskönner zubringt. Immerhin drei Prozent sind sogar richtiggehend Smartphone-Junkies: Bei diesen Hardcore-Nutzern nimmt die Smartphone-Nutzung sogar täglich mindestens fünf Stunden ein.

Viele von Smartphone mittlerweile auch genervt


Frauen beschäftigen sich täglich etwas häufiger mit ihrem Smartphone als Männer. Besonders Smartphone-abhängig sind die 18-24-Jährigen: Hier nutzt die Mehrheit (71 Prozent) ihr Smartphone mindestens eine Stunde am Tag, jeder Vierte (24 Prozent) sogar mehr als drei Stunden. Bei den 25-34-Jährigen ist die tägliche Nutzung schon etwas geringer (59 Prozent mind. eine Stunde täglich). Ältere gehören eher zu den Smartphone-Muffeln, denn die über 55-Jährigen machen davon eher weniger Gebrauch.

Eine große Rolle bei der Smartphone-Nutzung spielt Kommunikation: Jeder Dritte findet es nützlich, durch sein Smartphone immer mit Freunden und Bekannten vernetzt zu sein. Bei den Jüngeren ist es sogar über die Hälfte (57 %). Altersunabhängig schätzt ein Viertel zudem den ständigen Austausch mit Freunden und Bekannten über das Smartphone.

Doch so sehr die meisten Nutzer ihr Smartphone auch ins Herz geschlossen haben, versuchen viele vor der ständigen Erreichbarkeit zu fliehen; jeder Neunte ist davon sogar genervt. Auch geben 22 Prozent der Smartphone-User an, ihr Gerät öfter einfach auszuschalten, um nicht erreichbar zu sein. Jeden Zehnten stresst die ständige Erreichbarkeit über das Smartphone obendrein. Dieser Aussage stimmen auch verhältnismäßig viele Ältere zu.

Unabhängig davon, ob man sein Smartphone gerade liebt oder hasst – am häufigsten wird immer noch damit telefoniert (68 %). Am zweithäufigsten werden Messenger-Dienste wie WhatsApp oder iMessage genutzt (49 %), gefolgt von der guten alten SMS (39 %). An vierter Stelle steht das Surfen im Internet (32 %), auf Platz fünf liegen Social-Media Apps (19 Prozent).

Auch hier zeigen sich große Unterschiede bei den Altersgruppen. Bei den Jüngeren liegt die Messenger-Nutzung mit 76 Prozent auf dem ersten Platz, die SMS mit 22 Prozent auf Platz fünf, während bei den Älteren das Telefonieren (83 %) und Simsen (49 %) deutlich im Vordergrund stehen.

„Das Smartphone entwickelt sich zunehmend als zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite nervt es uns, auf der anderen Seite lieben wir es“, so Stefan Lange, Geschäftsführer von handytick.de. „Dabei wird die Nutzung in Zukunft womöglich noch weiter steigen, denn mittlerweile lassen sich immer mehr Gegenstände mit dem Smartphone verknüpfen und steuern. Um seine Nerven zu schonen, sollte man sich dennoch Smartphone-freie Zeiten einräumen.“

Weitere interessante Ergebnisse der Studie zur Smartphone-Nutzung hat handytick.de auf seiner Website unter http://www.handytick.de/meinungsumfrage zusammengefasst.

cs/handytick; Bild
: Lupo / pixelio.de
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