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Visualisierung komplexer IT-Strukturen - Kontrollflug durch Software-Städte

(PM) München, 07.05.2013 - Im Projekt „Software-Landkarten für Systemaudits“ zeigen die Brandenburgische Technische Universität Cottbus und das Münchner IT-Beratungs- und Software-Entwicklungs-Unternehmen MaibornWolff et al den Nutzen bildgewordener Informations-Technologie – Industriepartner wie BMW erkennen auf Anhieb Stärken und Schwächen ihrer komplexen Java-Systemwelt. Am 8. Mai können sich Unternehmen mit komplexen IT-Strukturen über die neuen Perspektiven informieren.

Ziel des Gemeinschaftsprojektes aus Wissenschaft, IT-Spezialisten und Industrie ist es, Software-Systeme großer Unternehmen aussagekräftig darzustellen. Die Software-Karten geben gezielt Einblicke in den Entwicklungsprozess der IT-Strukturen. In den virtuellen Städten werden mögliche Brennpunkte schneller und zuverlässiger identifiziert als bisher. Ein breites Einsatzgebiet sehen die Münchner Software-Spezialisten von MaibornWolff et al in Audits, Evaluierungen und in der IT-Beratung. Bis zur Jahresmitte soll die Methodik stehen und ein erstes Tool zur Nutzung in Systemaudits finalisiert sein.

Die Parallelen zu echten Stadtkarten, Flächennutzungsplänen und Bebauungsplänen überraschen selbst Software-Experten: Gerade die Metapher der Stadt eröffnet einen neuartigen Zugang zu den immer komplexeren Strukturen und Eigenschaften von Software. Das Projekt-Team warnt jedoch davor, das Bild zu sehr zu strapazieren: „Die Karten erschließen einen schnellen Zugang zu Informationen über ein Software-System, ersetzen aber nicht die Kompetenz des IT-Architekten“, erläutert Alexander Hofmann, technischer Geschäftsführer von MaibornWolff et al. „Software-Städte stellen komplexe IT-Systeme einheitlich dar und erlauben es, unterschiedliche Eigenschaften und Szenarien abzubilden. Die Karten zeigen Brennpunkte, wie sie zum Beispiel durch häufige Änderungen wechselnder Entwickler entstehen können – wie kritisch sie sind, beurteilen nach wie vor erfahrene Architekten.“

Die Herausforderungen bei der Software-Entwicklung steigen kontinuierlich: Software-Architekturen großer Unternehmen werden immer aufwändiger zu beurteilen, zu steuern und zu pflegen. Gleichzeitig stellen sie erhebliche Investitionen dar und ihr Beitrag zum Unternehmens¬erfolg nimmt zu. Um dem steigenden Rationalisierungsdruck und immer höheren Qualitätsanforderungen gerecht zu werden, müssen erfolgskritische Informationen in kürzester Zeit aufbereitet und ausgewertet werden können. Das Projekt „Software-Landkarten für Systemaudits“ sorgt mit der Stadtmetapher für einen neuartigen Zugang und schafft einen ganzheitlichen Überblick über die Entwicklung von Software-Systemen. Die Stadtkarten führen wesentliche Strukturinformationen wie Komplexitätsmetriken, Abhängigkeiten und die „Bauaktivitäten“ der Entwickler zusammen.

Die Projektpartner loben die vorbildliche Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Gerade für das Projekt „Software-Städte“ ist das nicht selbstverständlich: „Wenn wir als Universität unsere Analyse-Techniken in der Praxis testen wollen, müssen Unternehmen sehr viel offenbaren. Dann geraten wir an Grenzen“, erläutert Prof. Dr. Claus Lewerentz von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus. „MaibornWolff et al genießt das Vertrauen der Projektpartner aus der Industrie.“ Die Münchner Software-Experten pflegen den Kontakt zu Forschung und Wissenschaft wie mit der Cottbuser Forschungsgruppe ganz gezielt. „Durch unsere Kooperation mit Universitäten haben wir Zugang zu Grundlagenforschung und zu jungen Talenten“, verdeutlicht Geschäftsführer Jens Rieger die Strategie von MaibornWolff et al.

Das Thema Visualisierung ist bei den IT-Spezialisten hoch angesiedelt. Es findet sich auch in Themen wie Management-Dashboards und Gamification wieder, die MaibornWolff et al vorantreibt. „Noch ist eine aussagekräftige Visualisierung von IT-Komplexität ein ungelöstes Problem der Informatik“, so Alexander Hofmann. „Für ein professionelles Software-Engineering hat sich dieses Thema zum Erfolgsfaktor entwickelt. Unsere Anforderungen an die Software-Visualisierungen sind hoch: Sie müssen ein Abbild der Wirklichkeit liefern, das aus den verschiedenen Blickwinkeln unserer Kunden nicht zu Fehlinterpretationen führt.“

Alle am Projekt Beteiligten betonen die Faszination, die ihre Software-Städte bei ihnen selbst und bei anderen auslösen. „Ohne diese Bilder tun wir uns schwer, über Software zu reden. Uns fehlt die materielle Repräsentation“, so Prof. Lewerentz. „Das Visuelle kann uns helfen, konsistente mentale Bilder zu erzeugen und eine gemeinsame Kommunikationsbasis zu schaffen.“

Noch fokussiert das Projekt auf reine Java EE-Umgebungen. Am 8. Mai können Interessierte aus Unternehmen mit komplexen Java-Landschaften bei einer Info-Veranstaltung von MaibornWolff et al teilnehmen.
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ÜBER MAIBORNWOLFF ET AL

Die MaibornWolff et al GmbH hat sich seit 1989 mit IT-Beratung und Software-Engineering einen Namen gemacht: Zu ihren Kunden zählen renommierte Unternehmen aus allen Branchen, wie BMW, Continental, Thomas Cook, Infineon Technologies, Rewe ...
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