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News, 17.04.2014
Trend zur mobilen Stellensuche
Viele Arbeitgeber auf mobile Stellensucher noch nicht eingestellt
Jüngere Stellensuchende in Deutschland führen ihre Job-Recherchen einer aktuellen Studie zufolge immer öfter auch auf ihrem Smartphone durch. Das Problem dabei: Viele Arbeitgeber, aber auch Karriere-Sites und Jobportale sind für die mobile Nutzung ungeeignet.
Auch für Stellenbörsen gibt es in Sachen mobiles Internet von vielen Stellensuchern schlechte Noten.
Auch für Stellenbörsen gibt es in Sachen mobiles Internet von vielen Stellensuchern schlechte Noten.
Während die Generation Y der zwischen 1980 und 1995 Geborenen, oft auch als Millennials bezeichnet, ihre Stellensuche und Recherchen auf dem Arbeitsmarkt zunehmend auch mobil per Smartphone oder Tablet durchführt, hinken viele Arbeitgeber beim mobilen Internet bislang noch hinterher. So ergab jetzt eine aktuelle Studie der Stellenbörse ABSOLVENTA und der Ludwig Maximilian Universität München (LMU), dass in dieser Altersgruppe mit einem Anteil von 43 Prozent bereits genauso viele Stellensucher ihre Jobrecherchen auf dem Smartphone durchführen wie auf dem stationären Rechner. Bei jedem Fünften erfolgt die Stellensuche auch per Tablet (20 %). Was sich den Kandidaten allerdings mobil in diesem Kontext bietet, ist oft enttäuschend. So meinte in der Studie rund die Hälfte der Befragten (48 %), dass die Karriere-Seiten den mobilen Anforderungen nicht entsprechen.

Mobile Bewerbung für viele interessant

Die wachsende Bedeutung mobiler Endgeräte bei der Stellensuche zeigt sich auch beim Thema Bewerbung. So sind es bislang zwar erst 13 Prozent, die sich bereits mobil beworben, für viele der Befragten wären allerdings mobile Bewerbungen nach eigener Auskunft durchaus interessant. So gab mehr als die Hälfte der Befragten an, dass sie prinzipiell entsprechende Möglichkeiten nutzen würde, wenn die Voraussetzungen dafür auf den Karriere-Websites und den Online-Jobportalen gegeben wären. Meistgenannte Argumente für das Interesse an mobilen Bewerbungen sind die zeitliche und örtliche Unabhängigkeit sowie die Möglichkeit, sich schnell auf Jobangebote bewerben zu können.

„Ganz offensichtlich treten im zukünftigen Bewerbungsverhalten ‚alte Werte‘ wie Sorgfalt und das Einhalten von Formalien in den Hintergrund und werden durch ‚neue Werte‘ wie Geschwindigkeit und Flexibilität ersetzt“, so Prof. Dr. Ingo Weller, Leiter des Instituts für Personalwirtschaft an der LMU München. „Was sich durchsetzen lässt und wird, aus beiden Arbeitsmarktperspektiven, wird sich erst noch zeigen müssen“, so Weller weiter.

Mobile Jobsuche beeinflusst Arbeitgeberimage

Für die überwiegende Zahl der befragten Millennials sind Arbeitgeber, die auf die mobile Stellensuche eingestellt sind, attraktiver und moderner. So nehmen der Studien zufolge 60 Prozent der Arbeitnehmer dieser Altersgruppe Unternehmen, die auf mobile Stellensuchende nicht eingestellt sind, als unattraktive Arbeitgeber wahr, bei denen sie sich eher ungern bewerben würden. „Mobilen Arbeitgebern“ werden dagegen positive Markenwerte zugeschrieben. Sie gelten als modern, dynamisch, zukunftsfähig und erreichbar.

Unbedingte „Must Haves“ für Arbeitgeber sind aus Sicht der GenY mobil optimierte Unternehmensinformationen (85 %), mobil optimierte Stellenanzeigen (79 %) sowie die Möglichkeit sich über ein Profil aus einem Business-Netzwerk bewerben zu können (40 %). Besonders in der Pflicht, was mobil optimierte Inhalte betrifft, sind nach Meinung der Befragten Arbeitgeber, die die Berufsfelder IT, Marketing und Vertrieb adressieren.

„Für Arbeitgeber bedeutet das: Sie werden nur dann konkurrenzfähig im Kampf um die besten jungen Talente bleiben, wenn sie sich auf deren Nutzungsverhalten einstellen. Momentan sind viele Unternehmen hier noch nicht optimal aufgestellt“, so Christoph Jost, Geschäftsführer bei ABSOLVENTA Jobnet in Berlin.

Nachholbedarf auch bei Online-Jobbörsen

Auch den meisten Online-Jobbörsen stellen die Millennials, was deren „mobile Online-Tauglichkeit angeht, kein gutes Zeugnis aus. Denn während 92 Prozent erwarten, dass das Angebot hier den mobilen Anforderungen entsprechen sollte, ist fast die Hälfte (43 %) mit dem mobilen Reifegrad der Jobportale unzufrieden. Kritikpunkte sind in erster Linie unübersichtliche Stellenanzeigen auf einem kleinen Bildschirm, schwere Lesbarkeit durch falsche Textgrößen und lange Ladezeiten.
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