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News, 11.06.2014
Massiver Vertrauensverlust durch NSA & Co.
Vertrauen in die Online-Datensicherheit geht mittlerweile gegen Null
Ein Jahr nach Beginn der NSA-Enthüllungen ist das Vertrauen deutscher Internetnutzer in die Datensicherheit im Internet fast gegen Null gesunken, zeigt eine Erhebung.

Die Enthüllungen rund um die geheim- und nachrichtendienstlichen Überwachungsprogramme haben das Vertrauen der Deutschen in die Sicherheit persönlicher Daten und den Schutz der Privatsphäre massiv beschädigt. So sind inzwischen 86 Prozent der Internetnutzer in Deutschland der Überzeugung,  dass ihre Daten im Internet nicht sicher sind. Das geht aus einer Erhebung im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM hervor. Damit hat sich das Misstrauen in die Online-Datensicherheit seit Beginn der Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden massiv erhöht. Nach der ersten Welle der Veröffentlichungen waren es nur 66 Prozent gewesen, die der Datensicherheit im Netz misstrauten. Im November letzten Jahres, auf dem Höhepunkt der Diskussion um die Überwachung des Handys von Bundeskanzlerin Angela Merkel, waren schon 80 Prozent, die kein Vertrauen mehr in Sicherheit der eigenen Daten hatten. Vor der NSA-Affäre hatte lediglich gut jeder Zweite (55 %) die eigenen Daten als nicht sicher eingestuft.

„Die NSA-Affäre ist aus den Schlagzeilen weitgehend verschwunden, die Verunsicherung der Internetnutzer ist geblieben“, konstatierte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Bislang gibt es bei den Bürgern keinen Gewöhnungs- oder Abstumpfungseffekt.“

Großes Misstrauen auch der Wirtschaft gegenüber

Besonders gering ist das Vertrauen in die Sicherheit der eigenen Daten den Staat betreffend. Hier haben 71 Prozent der deutschen Internetnutzer Sorge, dass der Datenschutz nicht allzu ernst genommen wird. 2011 war es mit 40 Prozent noch eine Minderheit, die dem Staat in Sachen Datenschutz misstraute. Bezogen auf die Wirtschaft sieht es mit dem Sicherheitsvertrauen weniger besser aus: Die „Wirtschaft allgemein“ betreffend halten mittlerweile gut zwei Drittel (67 %) ihre Daten für nicht sicher. Auch hier hat sich der Anteil der Besorgten  von einer Minderheit in eine Mehrheit umgewandelt (2011: 46 %).

Wie stark der Staat im Hinblick auf den Datenschutz Vertrauen eingebüßt hat, zeigt sich auch in einem weiteren Ergebnisse der Befragung, demnach der Staat inzwischen, was die Sicherheit der eigenen Daten angeht, sogar als eine größere Bedrohung wahrgenommen wird als Cyberkriminelle.  So haben 53 Prozent die Sorge, von staatlichen Stellen bespitzelt zu werden, während die Cyberkriminalität nur 52 Prozent in Sachen Datenmissbrauch als Gefährdung sehen. Von Seiten der Wirtschaft fürchten mittlerweile 46 Prozent gezielte Cyberspionage. Im November letzten Jahres hatten hier nur 38 Prozent der deutschen Internetnutzer Sorge um die eigenen Daten, im Juli 2013 sogar nur 34 Prozent.

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