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News, 26.06.2014
ifo-Index fällt weiter
Vermehrte Sorge in der deutschen Wirtschaft um die Konjunktur
Die Irak- und Ukraine-Krise facht die Sorge in den deutschen Unternehmen um die Konjunkturentwicklung weiter an: Im Juni gab der ifo-Geschäftsklimaindikator den zweiten Monat in Folge nach.

Die deutsche Wirtschaft sieht den Aufschwung zunehmend in Gefahr. Dem Münchener ifo Institut zufolge sorgen der Bürgerkrieg im Irak und die weiter angespannte Lage in der Ukraine bei deutschen Unternehmen zunehmend für Besorgnis. So hat sich das vom ifo Institut monatlich ermittelte Geschäftsklima in der deutschen Wirtschaft im Juni um weitere 0,5 Zähler auf 109,7 Punkte verschlechtert. Im Mai hatte das ifo-Konjunkturbarometer bereits um 0,8 Punkte nachgegeben.

Grund für die weitere Stimmungsverschlechterung sind anhaltend rückläufige Geschäftserwartungen der Unternehmen. Hier gab der ifo-Teilindikator gegenüber Mai um weitere 1,2 auf 108,4 Zähler nach. Das ist der niedrigste Wert seit Oktober letzten Jahres, als der Indikator zu den Geschäftsaussichten in den kommenden sechs Monaten bei 103,9 Punkten gelegen war. „Die deutsche Wirtschaft befürchtet mögliche Auswirkungen der Krisen in der Ukraine und im Irak“, so ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Die aktuelle Geschäftslage wird dagegen unverändert gut bewertet. Hier blieb der Teilindikator mit 114,8 Punkten gegenüber Mai stabil.

Deutliche Bremsspuren zeigt der ifo-Indikator vor allem im Verarbeitenden Gewerbe. Hier trübte sich die Stimmung gegenüber Mai um 3,3 auf 15,7 Punkte ein. Belastet wird das Geschäftsklima in der Industrie zum einen durch eine Verschlechterung der Geschäftslage und zum anderen deutlich pessimistischeren Geschäftserwartungen. Letztere betreffend notiert der ifo-Indikator sogar im Juni auf dem niedrigsten Stand seit mehr als einem halben Jahr. „Die Exportaussichten der Unternehmen trübten sich zwar deutlich ein, doch blieben sie mehrheitlich optimistisch“, relativierte Sinn die aktuelle Stimmung in der Industrie.

Der Großhandel bewertet dagegen die Geschäftslage wieder deutlich günstiger als noch im Mai. Hier legte der Gesamtindikator um 1,1 auf 12,5 Punkte zu. Auch bei Großhändlern fällt jedoch der Blick in die Zukunft nicht mehr ganz so positiv aus wie im letzten Monat. Im Einzelhandel zog der ifo-Indikator sogar um 3,2 auf 8,1 Punkte an. Hier laufen die Geschäfte aktuell sogar wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Die Geschäftserwartungen der Einzelhändler zeigen ebenfalls nach oben.

Im  Bauhauptgewerbe hat sich die Stimmung, nachdem der ifo-Indikator zuvor vier Monate in Folge nachgegeben hatte, mit einem aktuellen Stand von -3,7 Punkten ebenfalls im Juni aufgehellt (Mai: -4,0 Punkte). „Die  Beurteilung  der  aktuellen  Lage  ist  nahezu  unverändert  auf  hohem  Niveau  geblieben. Zudem blicken die Baufirmen wieder etwas optimistischer auf den weiteren Geschäftsverlauf“, so Sinn.

Auch im Dienstleistungsgewerbe zog der ifo-Indikator an. Hier verbesserte sich die Stimmung um 3,7 auf 25,2 Punkte und damit auf den besten Wert seit Beginn des Jahres (Januar 2014: 25,4 Punkte).  Was die aktuelle Lage angeht, fallen die Bewertungen sogar so gut aus wie seit Frühjahr 2007 nicht mehr. Die Prognosen zu den Geschäftsaussichten legten ebenfalls im Juni weiter zu.

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