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News, 17.09.2013
Zunehmender Verlust der Privatsphäre
Verbraucher erwarten gläserne Zukunft
Die meisten Verbraucher weltweit gehen davon aus, dass die voranschreitende Technologisierung zu einem weiteren Verlust an Privatsphäre führen wird. Einer Studie nach misstraut weltweit fast jeder Zweite dem Datenschutz von Unternehmen.
Gläserne Bürger und Verbraucher - laut Studie sieht die Mehrheit der Verbraucher die Gefahr, dass dies in Zukunft immer mehr Realität werden wird.
Gläserne Bürger und Verbraucher - laut Studie sieht die Mehrheit der Verbraucher die Gefahr, dass dies in Zukunft immer mehr Realität werden wird.
Fluch und Segen – für die meisten Endverbraucher weltweit trifft bezogen auf den digitalen Fortschritt beides zu. So erwarten einerseits rund drei von vier Befragten (72 %), dass neue Technologien den Alltag künftig erleichtern werden. Andererseits geht jedoch ein fast ebenso hoher Anteil der Verbraucher (69 %) auch davon aus, dass mit den neuen Technologien weitere größere Einschnitte in die Privatsphäre einhergehen werden. Das ergab die aktuelle Studie „Consumer Trust“ von AVG, in der der IT-Sicherheitsanbieter insgesamt knapp 5.000 Verbraucher in Großbritannien, USA, Brasilien, Kanada, Australien, Frankreich, Tschechien und Deutschland rund um das Thema Nutzungsverhalten, Privatsphäre und Vertrauen befragt hat.

Mehrheit beugt sich de Datengier

Die Enthüllungen zur Datenspionage geheimdienstlicher Organisationen rund um den Globus lassen das Vertrauen der Verbraucher in die Sicherheit der eigenen Daten sinken. So hat nach eigener Auskunft knapp der Hälfte der Verbraucher weltweit wachsende Bedenken im Hinblick der Sicherheit der eigenen Privatsphäre (46 %). Ebenso viele Verbraucher misstrauen Unternehmen und bezweifeln deren Fähigkeiten, Daten ausreichend zu schützen (46 %).

Die Folge: 88 Prozent der Verbraucher reagieren nach eigener Auskunft zurückhaltend, wenn sie persönliche Daten im Gegenzug für Services und Dienstleistungen preisgeben sollen. Immerhin 38 Prozent geben aber dennoch diese Daten preis, weil sie nur so die Services in Anspruch nehmen können. In diesem Zusammenhang erlauben 27 Prozent den Zugriff auf die Kontaktlisten ihrer Geräte und 29 Prozent auf ihre E-Mail-Kontakte. Etwas weniger Bedenken gibt es, wenn es um den Zugriff über Apps auf die genutzten Social Media-Seiten geht: Dies gestattet sogar gut ein Drittel (36 %).

Immerhin 36 Prozent der Konsumenten verweigern sich jedoch zuweilen auch der Datengier der Unternehmen und begrenzen die von ihnen preis gegebene Datenmenge. Mehr als drei Viertel davon (79 %) – rund jeder achte Verbraucher weltweit – haben auch schon einmal einen App- oder anderen Software-Download abgebrochen, weil die vom Anbieter abgefragten Daten zu sensibel waren. “Dies zeigt ein starkes Unbehagen der Nutzer in Bezug auf die Menge an persönlichen Daten, nach denen sie im Internet gefragt werden“, so AVG.

Deutsche nutzen Privatsphäre-Einstellungen am ehesten

In welchem Ausmaß Internetanwender, insbesondere Nutzer von sozialen Medien, bezogen auf Privates gläsern wird, hängt auch zu einem wesentlichen Teil von den sowohl in Social Media als auch auf den genutzten Geräten verfügbaren Privatsphäre-Einstellungen ab. Das Problem: Fast neun von zehn Befragten (86 %) ist zwar bekannt, dass solche Datenschutz-Funktionen angeboten werden, allerdings tut sich die große Mehrheit damit schwer. Lediglich ein knappes Drittel der Befragten weltweit kennt sich hiermit aus und nutzt die Möglichkeiten auch aktiv (31 %). In Deutschland liegt die Nutzerquote von Privatsphäre-Einstellungen bei Endgeräten und in Social Media mit 37 Prozent ein wenig höher.

"Es war nie so wichtig wie heute, die Verwendung von Daten nachzuvollziehen - und zwar so einfach wie möglich," so Judith Bitterli, Senior Vice President of Marketing bei AVG Technologies. "In der Gesellschaft sind heute Vertrauen und Privatsphäre stark miteinander verbunden. Die IT -Branche muss darauf achten, so transparent wie möglich zu sein, da sie sonst das Vertrauen ihrer wichtigsten Zielgruppe unwiederbringlich erschüttert."
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