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News, 28.09.2009
Vergütung
Nebenleistungen gewinnen an Bedeutung
Weil die angespannte Wirtschaftslage keine Erhöhung der Fix-Gehälter zuläßt, setzen führende deutsche Arbeitgeber einer aktuellen Studie zufolge verstärkt auf attraktive Nebenleistungen und suchen durch Familienfreundlichkeit zu punkten.

Die Lage vieler deutsche Arbeitgeber bleibt weiter kritisch. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Studie „Fringe Benefits Deutschland 2009“ von Hewitt Associates, der zufolge jedes zweite befragte Unternehmen (50%) von einer weiteren Verschlechterung der Marktsituation (50%) ausgeht und bei fast ebenso vielen die Einführung oder der Ausbau von Kurzarbeit (45%) ansteht. Zudem prognostizieren fast zwei Drittel der Befragten (64%) eine Reduzierung der Gehaltsbudgets oder planen Nullrunden bei den Gehältern. Eine Erhöhung der Gehaltsbudgets hingegen zieht keines der befragten Unternehmen in Betracht. Um sich dennoch bei Leistungsträgern als attraktiver Arbeitgeber zu empfehlen, setzt die Mehrzahl Unternehmen verstärkt auf attraktive Zusatzleistungen.

„Da bei den Fixgehältern […] wenig Spielraum bleibt, um gute Mitarbeiter zu werben oder zu halten, gewinnen Nebenleistungen stark an Bedeutung. Die Studie zeigt, dass die Nebenleistungen im Durchschnitt 14 Prozent des Gesamtvergütungspakets bilden“, berichtet Vergütungsberaterin Nadine Moussalli von Hewitt Associates. Laut Mousalli seien attraktive Nebenleistungen also eine gute Möglichkeit, sich auf dem hart umkämpften Talentemarkt auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten als Arbeitgeber gut zu positionieren.

Verstärkter Fokus auf Familienfreundlichkeit

Wie aus der Studie hervorgeht, gibt es in allen befragten Unternehmen flexible Arbeitszeiten. Auch Personenversicherungen sind praktisch Standard (97%). Des Weiteren bieten neun von zehn befragten Unternehmen Gehaltsfortzahlungen über die gesetzlichen Anforderungen hinaus (90%) und ebenso viele Weiterbildungsmöglichkeiten (90%). Bei weiteren 80 Prozent gibt es zudem zusätzlichen Urlaub, und mehr als drei Viertel bieten Unterstützungsleistungen zur Kinderbetreuung (77%) wie beispielsweise Zuschüsse oder einen Betriebskindergarten an. „Gerade die Kinderbetreuung ist eine sinnvolle und populäre Nebenleistung, die von Mitarbeitern sehr wertgeschätzt wird. 44 Prozent aller Arbeitgeber planen einen weiteren Ausbau ihres Kinderbetreuungsangebots in den nächsten zwei Jahren, was dazu führen wird, dass Unternehmen, die diese Maßnahme vernachlässigen, künftig in der Minderheit sein werden“, erklärt Moussalli.

Welche Bedeutung der Attraktivität von Unternehmen als Arbeitgeber zukommt, verdeutlichen zudem weitere Ergebnisse der Studie. So nannte mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen das Thema Mitarbeiterbindung als die größte Herausforderung im Jahr 2010. Zugleich gab jedes dritte Unternehmen an, dass es im nächsten Jahr mit Schwierigkeiten beim Recruiting rechnet.


[Quelle: Hewitt Associates]
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