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News, 29.09.2015
Verdienste legen kräftig zu
Höchstes Reallohn-Plus seit sieben Jahren
Die Verdienste von Beschäftigten in Deutschland haben im zweiten Quartal im Jahresvergleich stark zugelegt. Vor allem ungelernte Arbeitnehmer konnten sich über deutliche Lohnzuwächse freuen.
Die Löhne und Gehälter legten insgesamt gut fünffach so stark so wie die Verbraucherpreise (Bild: panthermedia.net / Andriy Popov).
Die Löhne und Gehälter legten insgesamt gut fünffach so stark so wie die Verbraucherpreise (Bild: panthermedia.net / Andriy Popov).

Die Löhne und Gehälter von Arbeitnehmern in Deutschland sind im zweiten Quartal real so stark gestiegen wie seit dem Jahr 2008 nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat, verdienten abhängig Beschäftigte in Deutschland im zweiten Vierteljahr durchschnittlich inflationsbereinigt 2,7 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2014. Nominal erhöhten sich die Löhne und Gehälter in Deutschland auf Jahressicht im Schnitt um 3,2 Prozent. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2014 im Schnitt um 0,5 Prozent.

Mitverantwortlich für das hohe gesamtwirtschaftliche Lohnplus waren überdurchschnittlich hohe Tarifabschlüsse in einigen Wirtschaftszweigen. Hierzu zählten insbesondere der Wirtschaftszweig „Kunst, Unterhaltung und Erholung“ sowie das Gastgewerbe, wo Arbeitnehmer nominal im zweiten Quartal durchschnittlich Lohnzuwächse von 5,0 Prozent beziehungsweise 4,5 Prozent verzeichneten. Weitere Wirtschaftszweige mit überdurchschnittlich hohen Gehalts- und Lohnzuwächsen waren der Zweig „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung“ (+ 4,1 %), das Verarbeitende Gewerbe (+ 3,8 %), der Zweig „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ (+ 3,8 %) sowie der Bergbau (+ 3,3 %).

Geringqualifizierte mit stärksten Lohnzuwächsen


Differenziert nach sogenannten Leistungsgruppen zeigt sich, dass die Löhne und Gehälter ungelernte Arbeitnehmer/innen durchschnittlich deutlich stärker zulegten als die von anderen Beschäftigtengruppen. So verzeichneten Geringqualifizierte im Schnitt im zweiten Quartal auf Jahressicht ein nominales Lohnplus von 4,8 Prozent, während Fachkräfte lediglich im Schnitt auf 3,0 Prozent kamen. Auch bei Beschäftigten in Leitungsfunktionen (+ 3,3 %), „herausgehobenen“ Fachkräften (+ 3,2 %) und angelernten Arbeitnehmern (+ 3,1 %) fiel das Lohnplus deutlich geringer als bei ungelernten Arbeitskräften aus.

Auch zwischen den verschiedenen Beschäftigungsarten gibt es bei den Lohnzuwächsen deutliche Unterschiede: Während geringfügig Beschäftigte nominal im Durchschnitt 5,0 Prozent mehr in der Tasche hatten als im zweiten Quartal 2014, waren es bei den Beschäftigten in Vollzeit und Teilzeitbeschäftigten im Schnitt nur 3,2 beziehungsweise 3,3 Prozent. Dabei profitierten Angestellte in den neuen Bundesländern mit einem durchschnittlichen Plus von 4,6 Prozent weit stärker von Lohnerhöhungen als Arbeitnehmer in den alten Bundesländern (+ 3,1 %).

„Ein überdurchschnittlicher Anstieg des Nominallohnindex bei den geringfügig Beschäftigten, bei den ungelernten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie bei den Beschäftigten in Ostdeutschland zeigte sich bereits im ersten Quartal 2015“, so das Statistikamt.

Beschäftigte in Vollzeit kamen im zweiten Quartal ohne Sonderzahlungen auf einem Bruttomonatsverdienst von durchschnittlich 3.616 Euro. Vollzeitbeschäftigte in leitender Stellung verdienten durchschnittlich 6.584 Euro brutto im Monat. Bei den angelernten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern belief sich der Bruttomonatsverdienst im Schnitt auf 2.489 Euro, bei ungelernten Arbeitskräften waren es im Durchschnitt 2.084 Euro.

cs/Destatis

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