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News, 03.02.2011
Verbraucherstudie
Verbraucherstimmung in Deutschland leicht gesunken
Die Stimmung deutscher Verbraucher hat sich im vierten Quartal 2010 ein wenig eingetrübt. Vor allem bezogen auf die Entwicklung der eigenen Finanzen sind die Verbraucher nicht mehr ganz so optimistisch, zeigt eine Studie von The Nielsen Company.
Im letzten Quartal hat sich der Anteil der Verbraucher, bei denen das Geld gerade zur Deckung der Lebenshaltungskosten reicht, wieder deutlich erhöht.
Im letzten Quartal hat sich der Anteil der Verbraucher, bei denen das Geld gerade zur Deckung der Lebenshaltungskosten reicht, wieder deutlich erhöht.
Nach einem Höchststand im dritten Quartal 2010 ist das Vertrauen der Verbraucher in Deutschland im vierten Quartal wieder leicht gesunken. Das zeigen die Ergebnisse der internationalen Verbraucherstudie „Nielsen Global Online Survey“, an der sich im vierten Quartal rund 30.000 Internetnutzer aus 54 Ländern – darunter 500 aus Deutschland – beteiligten. So sank der von The Nielsen Company ermittelte Vertrauensindex, der sich aus den Bewertungen der Verbraucher zur ihrer finanziellen Lage, ihre Berufsaussichten und ihrer persönlichen Konsumstimmung zusammensetzt, in Deutschland im vierten Quartal 2010 auf 83 Punkte (3. Quartal: 87 Punkte). Trotz des leichten Rückgangs liegt der Vertrauensindex Nielsen zufolge aber dennoch immer noch weit über dem Niveau der letzten vier Jahre und höher als im europäischen Durchschnitt (4. Quartal: 79 Punkte).

„Der hohe Vertrauenswert von 83 Punkten zeigt einen Trend zu Stabilität und liegt auch langfristig gesehen für Deutschland relativ hoch“, so The Nielsen Company. Zudem sei Deutschland unter den großen Playern in Europa (Frankreich, Italien, Spanien und England) das einzige Land, das wieder einen höheren Wert als vor der Krise habe. Am größten ist das Vertrauen der Verbraucher in den Ländern Asiens, die aktuell mit 97 Punkten  den höchsten Indexwert aufweisen. Auch im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt (90 Punkte) hinkt Europa (79 Punkte) deutlich hinterher. Ausnahmen sind die Schweiz und Österreich: Hier stieg der Index an, wobei sich österreichische Verbraucher mit 96 Punkten (+ 2 Punkte) fast so optimistisch zeigten wie Verbraucher in Fernost, während sich die Schweizer sogar im vierten Quartal 2010 mit einem Vertrauensanstieg um 10 auf 110 Punkte weltweit als Wachstumssieger feiern konnten.

Mehr Verbraucher wieder finanziell am Limit

Während die Einschätzungen deutscher Verbraucher zu ihren Berufsaussichten im vierten Quartal 2010 sogar noch etwas besser ausfielen als im Vorquartal, wonach 47 Prozent ihre berufliche Zukunft als ausgezeichnet oder gut bewerten (3. Quartal: 46%), zeigt sich bei den Bewertungen zur Entwicklung der persönlichen Finanzen eine gegenläufige Entwicklung. So ging der Anteil derer, die die Entwicklung ihrer finanziellen Lage in den kommenden zwölf Monaten als ausgezeichnet oder gut einstufen, um fünf Prozentpunkte auf 41 Prozent zurück (3. Quartal: 46%).

„Hier zeigt sich, dass sich die durchaus positiv bewerteten Berufsaussichten noch nicht auf die finanzielle Lage auswirken. Viele Haushalte haben offenbar Zweifel, inwieweit sich die gute Konjunktur auch in ihrem persönlichen Budget bemerkbar machen wird“, kommentierte Petra Kacnik, Director Consumer Research Nielsen DACH, die aktuellen Zahlen. Auch geben wieder mehr Verbraucher an, sich finanziell am unteren Limit zu bewegen. Demnach hatten im vierten Quartal 2010 fast ein Viertel der deutschen Konsumenten (23%) gerade so viel Geld zur Verfügung, um ihre Lebenshaltungskosten zu decken. Im Vorquartal war der Anteil derer, die am Monatsende kein Geld mehr übrig hatten, noch bei 19 Prozent gelegen.

Besonders erschreckend: Trotz globalem Wirtschaftsaufschwung hat sich die finanzielle Lage vieler Menschen im vergangenen Jahr laut Nielsen weltweit erneut verschlechtert. „2010 ist die Summe der Personen, die weltweit angeben, nach Deckung der Fixkosten kein Geld zur Verfügung zu haben, auf den höchsten Level seit Beginn der Aufzeichnungen gestiegen“, so The Nielsen Company.

Trend geht wieder mehr zum Sparen


Korrespondierend zu den finanziellen Lagebeurteilungen ist die Bereitschaft deutscher Verbraucher für persönliche Anschaffungen ist wieder leicht gesunken.  Am liebsten werden überschüssige finanzielle Mittel auch weiterhin in neue Kleidung (37%; - 5 Prozentpunkte gegenüber Vorquartal), Freizeitaktivitäten (35%; - 2) und Urlaub (30%; - 3) investiert.  Dahinter folgen das Abzahlen von Krediten (26%), neue Technikprodukte (21%), Spareinlagen (20%) sowie Investitionen in die eigenen vier Wände und die Altersvorsorge (jeweils 19%). Beliebteste Sparmaßnahme, um im Budget zu bleiben, ist wie bereits im Vorquartal der Kauf von günstigeren Lebensmittelmarken (73%). Bei den Sparaktivitäten weiter nach oben gerutscht dagegen ist das Sparen bei Energie wie Strom und Gas: Hier stieg der Anteil der Verbraucher, die in diesem Feld zu sparen planen, gegenüber dem Vorquartal um fünf Prozentprozente auf 51 Prozent. Gleiches gilt beim Sprit: Hatte der Anteil derer, die weniger Auto fahren wollen, im dritten Quartal noch bei 39 Prozent gelegen, sind es mittlerweile 44 Prozent.
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