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News, 13.10.2010
Verbraucherpreise
Teure Energie sorgt für verstärkten Preisauftrieb
Im September sind die Verbraucherpreise auf Jahressicht so stark gestiegen wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Grund hierfür waren deutlich höhere Preise für Lebensmittel und Energie.
Für Benzin und Diesel mußten Deutschlands Autofahrer im September fast acht Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat.
Für Benzin und Diesel mußten Deutschlands Autofahrer im September fast acht Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise im September binnen Jahresfrist um 1,3 Prozent. Dem Statistikamt zufolge war das die höchste Jahresteuerungsrate seit November 2008 (1,4%). Damit bestätigte das Statistikamt seine Ende September veröffentlichte Vorabauswertung. Im August war die Inflationsrate gemessen am Verbraucherpreisindex noch bei 1,0 Prozent gelegen, nach 1,2 Prozent im Juli. Allerdings bleibt die Inflation weiterhin deutlich unter dem für die Geldpolitik wichtigen Schwellenwert von zwei Prozent. Gegenüber August dagegen gingen die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent zurück.

Größter Inflationstreiber waren im September erneut die Preiserhöhungen bei Energieprodukten, die sich insgesamt auf Jahressicht um 4,6 Prozent verteuerten. Hinzu kamen überdurchschnittlich stark gestiegene Lebensmittelpreise mit einer Jahresteuerungsrate von 3,0 Prozent. Ohne Berücksichtigung der beiden Gütergruppen, die dem Statistikamt zufolge zusammen knapp 20 Prozent der privaten Konsumausgaben umfassen, hätte die Inflationsrate im September lediglich 0,7 Prozent betragen.

Im Bereich der Energie waren im September insbesondere Mineralölprodukte deutlich teurer, deren Preise um 11,6 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen, wobei sich leichtes Heizöl um 23,6 Prozent und Kraftstoffe um 8,7 Prozent auf Jahressicht verteuerten. Strom kostete um 3,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, während sich Gas sowie Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme um 3,5 Prozent bzw. 5,5 Prozent auf Jahressicht verbilligten.

Im Nahrungsmittelbereich gab es die höchste Teuerung bei Butter, für die Verbraucher im September 42,4 Prozent mehr zahlen mussten als im Vorjahresmonat. Damit einher ging auch ein starker Preisanstieg für Speisefette und –öle, die sich auf Jahressicht um 16,6 Prozent verteuerten. Saisonabhängige Lebensmitteln wie Obst, Gemüse und frischer Fisch waren ebenfalls erheblich teurer als im Vorjahr (+13,5%). Auch für Milch und Molkereiprodukte mussten Konsumenten mehr bezahlen (+2,6%). Günstiger dagegen waren dagegen Süßwaren (-0,5%), allen voran Zucker (-13,0%), sowie Brot- und Getreideerzeugnisse (insgesamt: -0,5%; Mehl: -17,3%).

Die Preise für Waren erhöhten sich im Vergleich zum September 2009 überdurchschnittlich um 1,7 Prozent. Am stärksten stiegen die Preise für Verbrauchsgüter (+ 2,7%). Die Preisentwicklung bei langlebigen Gebrauchsgütern blieb verbraucherfreundlich (- 0,2%). Preise für Dienstleistungen erhöhten sich im gleichen Zeitraum im Durchschnitt um 0,8 Prozent. Auch in dieser Gütergruppe wurden gegenläufige Preisentwicklungen beobachtet (z.B. Nettokaltmieten: + 1,1%; Pauschalreisen: - 1,5%).
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