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News, 13.02.2012
Verbraucherpreise Januar
Inflation verharrt über EZB-Schwellenwert
Deutliche Preiserhöhungen bei Energie haben die Inflation in Deutschland auch zu Beginn des Jahres über dem von der Europäischen Zentralbank (EZB) für Preisstabilität definierten Grenzwert von 2,0 Prozent gehalten.
Auch für Lebensmittel mussten Verbraucher deutlich mehr bezahlen als vor einem Jahr.
Auch für Lebensmittel mussten Verbraucher deutlich mehr bezahlen als vor einem Jahr.
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes mussten Verbraucher in Deutschland im Januar für Güter und Dienstleistungen im Durchschnitt 2,1 mehr als zahlen im Vorjahresmonat.  Damit stiegen die Verbraucherpreise zu Beginn des Jahres im Vergleich zum Vorjahr etwas stärker als erwartet. In seiner Vorabschätzung hatte das Statistikamt für Januar einen leichten Rückgang der Jahresteuerungsrate auf 2,0 Prozent prognostiziert (Dezember: +2,1%). Gegenüber Dezember sanken die Verbraucherpreise im Durchschnitt um 0,4 Prozent, wobei der Rückgang den Statistikern zufolge allerdings in erster Linie saisonalen Effekten geschuldet war.

Vor allem Energie war deutlich teurer als im Vorjahr. So mussten Verbraucher im Januar für Kraftstoffe und Haushaltsenergie im Durchschnitt 7,2 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr. Auf Monatssicht verteuerte sich Energie im Januar in Deutschland für Verbraucher im Schnitt um 1,9 Prozent. Dabei erhöhten sich die Preise für Haushaltsenergie auf Jahressicht um 7,7 Prozent und die für Kraftstoffe um 6,4 Prozent (+ 3,9 bzw. 2,6% gegenüber Dezember). Am stärksten stiegen die Preise für leichtes Heizöl, das sich im Januar auf Jahressicht um 17,2 Prozent und binnen Monatsfrist um 3,9 Prozent verteuerte. Aber auch die Preise für andere Haushaltsenergien lagen deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats. So verteuerten sich beispielsweise Umlagen der Zentralheizung und Fernwärme im Januar um 11,3 Prozent, Gas um 6,7 Prozent und Strom um 3,0 Prozent auf Jahressicht.

Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke lagen im Januar insgesamt 3,0 Prozent über dem Vorjahresniveau (alkoholfreie Getränke: + 5,5%; Nahrungsmittel: +2,7%). Grund für hohe Jahresveränderungsrate nichtalkoholischer Getränke war vor allem die Preisentwicklung bei Kaffee, der sich binnen Jahresfrist um 17,7 Prozent verteuerte. Bei den Nahrungsmitteln verteuerten sich vor allem Speisefette und Speiseöle, die für die Verbraucher im Durchschnitt 12,3 Prozent mehr zahlen mussten als im Jahr zuvor. Die Preise für Margarine stiegen binnen Jahresfrist sogar um 24,2 Prozent. Fleisch und Fleischwaren kosteten im Januar 5,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, Fisch und Fischwaren verteuerten sich auf Jahressicht um 4,5 Prozent. Für Gemüse mussten Verbraucher dagegen erheblich weniger bezahlen als im Vorjahresmonat. Hier lagen die Preise im Durchschnitt 9,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Kartoffeln verbilligten sich auf Jahressicht sogar um 23,7 Prozent.

Die Preise für Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer lagen im Januar durchschnittlich 2,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Langlebige Gebrauchsgüter verteuerten sich auf Jahressicht dagegen lediglich um 0,3 Prozent, wobei es hier in einigen Warengruppen auch zu Preisrückgängen kam (u.a. große Haushaltsgeräte: -0,9%; EDV-Produkte: -10,4%). Für Dienstleistungen mussten Verbraucher im Durchschnitt 1,2 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat.
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