VOLLTEXTSUCHE
News, 31.03.2014
Verbraucherpreise
Inflation in Deutschland weiter im Sinkflug
Die Inflation in Deutschland schwächt sich immer stärker ab: Im März sind die Verbraucherpreise auf Jahressicht so schwach gestiegen wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr.
Gedämpft wird Inflation in Deutschland weiterhin u.a. durch sinkende Preise für Energie.
Gedämpft wird Inflation in Deutschland weiterhin u.a. durch sinkende Preise für Energie.
Vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge dürfte die Verbraucherpreise im März lediglich 1,0 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats gelegen sein. Eine so niedrigere Jahresteuerungsrate gab es in Deutschland zuletzt im August 2010. Damit hat sich die Inflation in Deutschland den dritten Monat in Folge abgeschwächt. Gegenüber Februar erhöhten sich allerdings die Preise für Waren und Dienstleistungen im Schnitt um 0,3 Prozent.

Die vergleichsweise niedrigere Jahresteuerungsrate ist nach Auskunft der Statistikbehörde auf verschiedene Entwicklungen zurückzuführen. Ein Grund ist die Verbilligung von Energie. Hier lagen die Preise im März den dritten Monat in Folge unter dem Vorjahresniveau. Vorläufigen Berechnungen zufolge sparten die Deutschen hier im Jahresvergleich im März im Durchschnitt 1,6 Prozent.

Ein weiterer Grund für die weitere Abschwächung der Inflation im März waren langsamer steigende Nahrungsmittelpreise. Hier schwächste sich der Preisauftrieb auf 2,2 Prozent und damit deutlich ab. Im Februar waren die Preise für Nahrungsmittel noch durchschnittlich 3,5 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Im Dezember letzten Jahres war die Jahresteuerungsrate sogar bei 3,8 Prozent gelegen.

Hinzu kommt, dass sich die Preise für Waren insgesamt im Jahresvergleich erneut nur leicht erhöhten. Hierfür mussten Verbraucher im März wie schon im Februar nur 0,6 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat. Ende letzten Jahres hatten sich die Preise für Waren auf Jahressicht mehr als doppelt so stark erhöht (Dezember 2013: + 1,6 %). Die Mieten lagen im März durchschnittlich 1,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Hier blieb die Jahresteuerungsrate gegenüber Februar konstant.

Wie Reuters berichtet, rechnen Experten allerdings im kommenden Jahr mit einem deutlichen Anziehen der Inflation. So erwarten etwa die DZ Bank und das Institut für Weltwirtschaft 2015 im Mittel eine Jahresteuerungsrate von 2,5 Prozent und damit eine mehr als doppelt so starke Teuerung von Waren und Dienstleistungen wie aktuell. „Grund dafür ist der von den meisten Experten prognostizierte Aufschwung, der zu deutlich höheren Löhnen führen dürfte. Das eröffnet den Unternehmen größeren Spielraum für Preiserhöhungen“, schreibt die Nachrichtenagentur.

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG