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News, 15.07.2014
Immer weniger Insolvenzen
Verbraucher- und Unternehmensinsolvenzen weiter im Sinkflug
Die Zahl der Insolvenzen nimmt in Deutschland weiter ab: Sowohl bei den Verbraucherinsolvenzen als auch bei den Unternehmensinsolvenzen registrierten die Gerichte im April erneut auf Jahressicht einen deutlichen Rückgang.
Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im Baugewerbe und im Handel.
Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im Baugewerbe und im Handel.
Die gute Arbeitsmarktbedingungen und aufwärts gerichtete Konjunkturentwicklung lassen die Insolvenzen in Deutschland weiter sinken. Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge meldeten im April in Deutschland 2.131 Unternehmen Insolvenz an. Das waren 6,2 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen als im April 2013. Zugleich war es der 18. Monat in Folge, in dem die Zahl der Firmenpleiten das Vorjahresniveau unterschritt. Mehr Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahresmonat gab es zuletzt in Deutschland im Oktober 2012 (+ 1,8 %).

Die meisten Unternehmensinsolvenzen verzeichneten die Gerichte im Baugewerbe. Hier meldeten im April 375 Unternehmen Insolvenz an. Dicht dahinter folgte der Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen) mit 363 Insolvenzanträgen. In absoluten Zahlen vergleichsweise viele Unternehmensinsolvenzen gab es zudem im Wirtschaftsbereich  „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ (242 Insolvenzen), im Gastgewerbe (204), im Bereich „sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ (188), im Verarbeitende Gewerbe (171) sowie im Bereich Verkehr und Lagerei (169).

Die mit den Unternehmensinsolvenzen einhergehenden offenen Forderungen bezifferten die Gerichte im April auf insgesamt rund 3,2 Milliarden Euro. Damit lag die Summe der offenen Forderungen mehr als doppelt so hoch wie im April 2013 (1,4 Mrd. Euro). Grund den Anstieg bei gleichzeitig rückläufiger Zahl an Unternehmensinsolvenzen war eine höhere Zahl an Insolvenzen von Unternehmen mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung.

Verbraucherinsolvenzen ebenfalls weiter rückläufig

Auch auf Seiten der Verbraucher gab es deutlich weniger Insolvenzen als im Vorjahresmonat. Hier meldeten die Amtsgerichte mit 7.019 Insolvenzanträgen einen Rückgang gegenüber April 2013 um 5,6 Prozent. Die Zahl der Insolvenzen ehemals Selbstständiger, die ein Regelinsolvenzverfahren beziehungsweise ein vereinfachtes Verfahren durchlaufen, lag mit 1.694 Verfahren dagegen annähernd auf dem Vorjahresniveau (- 0,9 %). Besonders auffällig war die Entwicklung der Insolvenzen natürlicher Personen, die als Gesellschafter von einer Unternehmensinsolvenz betroffen waren: Hier wurden von den Amtsgerichten im April mit 71 Insolvenzen fast ein Fünftel (-17,5 %) weniger Fälle registriert als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
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