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News, 27.05.2014
Konsumklima auf hohem Niveau stabil
Verbraucher in Deutschland setzen weiter auf Konsum
Deutschlands Verbraucher lassen sich die Einkaufslaune von der Ukraine-Krise nicht verderben, zeigt der von der GfK erhobene Konsumklimaindikator. Im Gegenteil: Optimistischere Konjunkturerwartungen fachen sogar die ohnehin schon ausgeprägte Kauflust weiter an.
Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in ihrer monatlichen Erhebung zum Konsumklimaindex ermittelt hat, ist die Verbraucherstimmung in Deutschland im Mai den dritten Monat in Folge auf ihrem Sieben-Jahreshoch stabil geblieben. Einen besseren Wert gab es zuletzt in Deutschland im Januar 2007, als der GfK-Gesamtindikator sogar auf 8,6 Punkte gestiegen war. Und die ausgesprochen gute Stimmung setzt sich fort: Für Juni prognostiziert der Indikator ebenfalls 8,5 Punkte damit eine weitere Stabilisierung auf diesem Niveau.  

Konjunkturoptimismus verstärkt sich wieder

Nachdem die Konjunkturerwartungen in den vergangenen drei Monat stagnierten, hat sich die Zuversicht, dass die deutsche Wirtschaft weiter an Fahrt gewinnen wird, im Mai bei den Deutschen wieder verstärkt. So legte der Konjunkturindikator gegenüber April um 6,4 auf 38,5 Punkte zu. Das ist der beste Wert seit Juli 2011. Damals war der Indikator zu den Konjunkturerwartungen bei 44,6 Zählern gelegen.

„Die Ereignisse speziell in den östlichen Landesteilen der Ukraine, die in dem Referendum für oder gegen einen Verbleib in der Ukraine ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht haben, haben die Bundesbürger zuletzt offenbar nicht nachhaltig in ihrer Konjunkturstimmung beeinträchtigt“, so die GfK. „Meldungen über einen weiteren Beschäftigungsanstieg sowie das Unterschreiten der Drei-Millionen-Grenze bei der Zahl der registrierten Arbeitslosen haben vermutlich den Optimismus hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung verstärkt.“

Einkommensindikator kann Rekord-Niveau nicht ganz behaupten

Was die weitere Entwicklung der Einkommen und eigenen Kaufkraft angeht, fallen die Bewertungen der Deutschen hinter dem Rekordwert von April, als die Einkommenserwartungen so gut bewertet wurden wie noch nie im wiedervereinigten Deutschland, leicht zurück. Laut GfK gab hier der Teilindikator um 4,5 Zähler nach, liegt aber mit aktuell 47,8 Punkten dem Forschungsinstitut nach weiterhin auf einem überaus hohen Niveau. Dies zeigt auch der Vergleich mit den Ergebnissen von Mai 2013. Hier war der Einkommensindikator knapp 14 Punkte niedriger gelegen.

„Trotz der aktuellen Verluste sehen die Bundesbürger äußerst optimistisch auf ihre weitere finanzielle Entwicklung“, konstatierte die GfK. Grund hierfür seien zum einen der stabile Arbeitsmarkt mit einer weiter wachsenden Beschäftigung, was wiederum mehr Spielraum für Gehalts- und Lohnerhöhungen bei Deutschlands Arbeitgebern schafft, und zum anderen die geringe Inflation. Da letztere auch in den nächsten Monaten sehr moderat ausfallen werde, dürfte der GfK zufolge damit unter dem Strich in vielen Portemonnaies real ein spürbarer Kaufkraftzuwachs zu verzeichnen sein.

Anschaffungsneigung nimmt leicht zu

Nach einem Rückgang im Vormonat legt die Anschaffungsneigung im Mai wieder etwas zu. Mit einem Plus von 0,9 Punkten fällt zwar der Zuwachs äußerst moderat aus, im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt sich aber dafür umso deutlicher, dass die Deutschen weiterhin erheblich stärker zum Konsum tendieren als zum Sparen. So notiert der Indikator mit einem aktuellen Stand von 49,5 Punkten knapp 12 Punkte über dem Niveau von Mai 2013, womit die ohnehin schon überaus stark ausgeprägte Neigung der Verbraucher zum Konsum der GfK zufolge klar bestätigt werde.

„Stabile Beschäftigungsaussichten sowie damit einhergehend steigende Einkommen in Verbindung mit einer sehr moderaten Inflation sind die perfekten inländischen Rahmenbedingungen für eine hohe Konsumneigung“, so das Nürnberger Wirtschaftsforschungsinstitut. Was die Sparneigung angeht, kämen ebenfalls der GfK zufolge keinerlei Impulse. Sie verharrt fast unverändert weiterhin auf äußerst niedrigem Niveau.

Für das Gesamtjahr bleibt die GfK denn auch bei ihrer zu Beginn des Jahres veröffentlichen Prognose, wonach sich die privaten Konsumausgaben 2014 gegenüber dem Vorjahr um etwa 1,5 Prozent erhöhen dürften.
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