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News, 23.11.2010
Venture Capital
Wenig Geld für deutsche Hightech-Startups
In Deutschland tun sich Hightech-Gründer erheblich schwerer, an Wagniskapital (engl.: Venture Capital) privater Investoren zu gelangen, als in anderen Ländern der Europäischen Union (EU), zeigt eine aktuelle Untersuchung.
 Für deutsche Hightech-Startups stand gemessen am BIP im Jahr 2008 gerade mal ein Sechstel so viel an Venture Capital zur Verfügung wie Gründer in Großbritannien.
Für deutsche Hightech-Startups stand gemessen am BIP im Jahr 2008 gerade mal ein Sechstel so viel an Venture Capital zur Verfügung wie Gründer in Großbritannien.
Junge Hightech-Firmen haben in Deutschland nur in vergleichsweise geringem Umfang Zugriff auf Wagniskapital privater Investoren. Das geht aus der aktuellen Studie „Der deutsche Wagniskapitalmarkt – Ansätze zur Finanzierung von
Gründern und Mittelstand“ vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln hervor. Danach belief sich das für Hightech-Gründungen zur Verfügung stehende Risikokapital im Jahr 2008 in Deutschland auf 0,06 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Im Durchschnitt der EU-Länder lag der Wagniskapital-Anteil am BIP dagegen bei 0,12 Prozent und damit doppelt so hoch.  

Am stärksten floriert der Wagniskapitalmarkt innerhalb Europas dem IW Köln zufolge in Großbritannien: Hier machte der Anteil der von privaten Investoren für Hightech-Gründungen bereitgestellten Mittel im 2008 fast 0,4 Prozent der Wirtschaftsleistung aus. In Frankreich belief sich das von Investoren bereitgestellte Wagniskapital auf immerhin noch 0,11 Prozent des BIP.

Weltweit gesehen in Sachen Wagniskapital das Maß aller Dinge sind allerdings die USA: Im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ lag der Venture Capital-Anteil am BIP im Jahr 2008 bei sagenhaften 0,8 Prozent und damit um mehr als das Dreizehnfache höher als in Deutschland. Dass Deutschland – zumindest wenn um die Finanzierung von Gründungsvorhaben geht - für Hightech-Firmen alles andere als ein Eldorado ist, belegt auch eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), der zufolge der Zahl der Unternehmensgründungen im Sektor Hochtechnologie seit 1995 um etwa 30 Prozent gesunken ist.

„Der hiesige Markt für Beteiligungskapital, von dem nicht nur Firmen im Hochtechnologiesektor profitieren, kam in den vergangenen Jahren nie über ein Volumen von 7 Milliarden Euro brutto hinaus, mit den Rückflüssen saldiert waren es 2008 lediglich 5 Milliarden Euro“, so das IW Köln. Im Krisenjahr 2009 seien sogar nur 1,6 Milliarden Euro direkt in Unternehmensbeteiligungen geflossen. „Gemessen an dem gesamten Eigenkapital der mittelständischen Unternehmen in Deutschland von 153 Milliarden Euro waren das ziemlich magere Beträge“, konstatiert das Institut.
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