VOLLTEXTSUCHE
News, 06.06.2009
Untersuchung
Frauen machen schneller Karriere als Männer
Wie schnell Arbeitnehmer Karriere machen, hängt nicht alleinig von der Qualifikation und den Talenten ab, wie eine aktuelle Untersuchung aufzeigt. Danach kommen Frauen im Beruf meist schneller voran als ihre männlichen Kollegen, zumindest wenn es um Führungspositionen geht. Nicht so beim Gehalt: Dort liegen nach wie vor die Männer vorn.
Branche und Geschlecht üben entscheidend Einfluss darauf, wie schnell Führungskräfte die nächste Stufe der Karriereleiter erklimmen. Dies zeigen die Ergebnisse einer Untersuchung des Karrieredienstes Experteer, für die die Daten von mehr als 900.000 Experteer-Mitgliedern anonym ausgewertet und analysiert wurden. Die Quintessenz der Untersuchung: Frauen machen jünger und schneller Karriere als Männer, erhalten jedoch verglichen mit ihren männlichen Pendants noch immer deutlich weniger Gehalt.

Altersunterschiede steigen mit Karrierelevel

Wie aus der Untersuchung hervorgeht, sind Frauen über alle Karrierelevel durchschnittlich zwei Jahre jünger als Männer. Ein Grund hierfür ist der verzögerte Berufseinstieg von Männern durch den Zivil – bzw. Wehrdienst. Doch auch wenn man die Ausfallzeit der Männer abzieht, haben Frauen immer noch ein Jahr Vorsprung. Zudem erklimmen Frauen die Karriereleiter schneller als ihre männlichen Kollegen, wobei der Alterunterschied zwischen den Geschlechtern mit wachsendem Karrierelevel ansteigt: Während Frauen beim Berufseinstieg im Schnitt nur ein Jahr jünger sind als Männer, beträgt der Altersunterschied bei Geschäftsführern im Mittelstand laut Experteer bereits drei Jahre.

Wie hoch die Altersunterschiede zwischen den Geschlechtern jedoch im Einzelnen ausfallen, ist nicht zuletzt auch von der Branche abhängig: „Branchen, in denen der Altersunterschied zwischen Mann und Frau im gleichen Karrierelevel am größten ist, sind beispielsweise Verkehr und Tourismus sowie der Logistik-Sektor: Die Differenz in der Position Bereichsleiter bzw. Senior Manager beträgt dort mehr als drei Jahre“, so Experteer. In der Herstellungs- und Konsumgüter-Branche ist der Altersunterschied sogar noch größer: Bereichsleiter sind dort im Durchschnitt über fünf Jahre älter ihre weiblichen Pendants.

Ungleichbezahlung wächst mit Position

Der zeitliche Karrierevorsprung gegenüber Männern hilft den Frauen beim Gehalt nur wenig – im Gegenteil: Je höher Frauen in der Karriereleiter steigen, umso stärker fallen sie bei der Vergütung hinter ihren männlichen Kollegen zurück. „Erhalten beide Geschlechter zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn noch annähernd den gleichen Lohn, steigen die Männergehälter proportional stärker an als das Einkommen der Frauen“, berichtet Experteer. Danach erhalten Berufseinsteigerinnen im Durchschnitt 1.500 Euro weniger Jahresgehalt als männliche Berufseinsteiger, während sich Geschäftsführerinnen im Mittelstand mit 17.400 Euro weniger pro Jahr begnügen müssen. Im Durchschnitt aller Branchen und Karrierelevel betrug das "Pay Gap" zwischen den Geschlechtern bei den Experteer-Mitgliedern dem Bericht zufolge zwölf Prozent.

Quelle: Experteer 

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG