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News, 17.10.2013
Weniger Insolvenzen im 1. Halbjahr
Unternehmensinsolvenzen weiter deutlich unter Vorjahresniveau
Im ersten Halbjahr haben erheblich weniger Unternehmen in Deutschland Insolvenz anmelden müssen als im Vorjahreszeitraum. Auch Insolvenzen von Verbrauchern registrierten die Gerichte deutlich weniger.
Die Summe der offenen Forderungen lag im ersten Halbjahr um 12,4 Milliarden Euro unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.
Die Summe der offenen Forderungen lag im ersten Halbjahr um 12,4 Milliarden Euro unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist trotz schwacher Konjunkturentwicklung in der ersten Jahreshälfte gegenüber dem Vergleichszeitraum 2012 in Deutschland stark zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, wurden bei den Amtsgerichten insgesamt von Januar bis Juni 13.253 Insolvenzanträge von Unternehmen eingereicht. Das waren 10,3 Prozent Unternehmensinsolvenzen weniger als im Vorjahreszeitraum. Weitere 10.044 Insolvenzanträge entfielen auf ehemals Selbstständige (Regelinsolvenzen: 7.165; vereinfachte Insolvenzverfahren: 2.879). Das waren ebenfalls weniger als im letzten Jahr (-2,9 %). Hinzu kamen 523 Insolvenzen von natürlichen Personen, die als Gesellschafter eines Unternehmens von einer Insolvenz betroffen waren. Hier verzeichneten die Amtsgerichte einen Rückgang binnen Jahresfrist um 20,4 Prozent.

Bei den angezeigten Unternehmensinsolvenzen führten allerdings nur rund drei Viertel zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens (75,3 %). Knapp ein Viertel wurde mangels Masse abgewiesen (24,7 %). Die mit den Unternehmensinsolvenzen verbundenen offenen Forderungen beliefen sich nach Schätzung der Gerichte von Januar bis Juni insgesamt auf etwa 10,4 Milliarden Euro. Das war im Schnitt je Unternehmensinsolvenz eine offene Forderungssumme von rund 787.700 Euro. In der ersten Hälfte letzten Jahres hatte die Summe der offenen Forderungen mehr als doppelt so hoch gelegen (1. Halbjahr 2012: 22,8 Mrd. Euro).

Auch Verbraucherinsolvenzen gab es in der ersten Jahreshälfte deutlich weniger. Ihre Zahl verringerte sich auf Jahressicht um 8,2 Prozent (45.715 Fälle). Hier wurde bei 97,8 Prozent der Insolvenzanträge die Eröffnung eines Insolvenzverfahren eingeleitet und ein solches lediglich in 0,4 Prozent der Fälle mangels Masse abgelehnt. In weiteren 1,8 Prozent der Fälle erfolgte eine Annahme des gerichtlichen Schuldenbereinigsplans. Die Summe der im Zuge von Verbraucherinsolvenzen entstandenen offenen Forderungen belief sich in der erste Jahreshälfte auf rund 2,4 Milliarden Euro. „Dies entspricht einer durchschnittlichen Verschuldung von etwa 53 100 Euro pro insolventen Verbraucher“, so das Statistikamt. Im Vorjahr waren es von Januar bis Juni insgesamt gut 2,7 Milliarden Euro gewesen.

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