VOLLTEXTSUCHE
Pressearchiv
Verband der Vereine Creditreform e. V.
Pressemitteilung

Unternehmensinsolvenzen in Europa, Jahr 2013/14 - Unternehmensstabilität in Europa weiter angeschlagen

Das Insolvenzgeschehen in Westeuropa zeigt - gegen den Trend in Deutschland - noch leichte Zugänge. Vor allem die südeuropäischen Krisenstaaten Italien, Portugal und Spanien haben gegenüber dem Vorjahr ein Plus bei den Insolvenzen zu verzeichnen.
(PM) Neuss/Wien, 19.05.2014 - In Westeuropa bleibt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen hoch. 2013 waren in den EU-15-Ländern zuzüglich Norwegen und der Schweiz insgesamt 192.340 Insolvenzen zu verzeichnen – ein leichter Anstieg um 1,1 Prozent (2012: 190.161 Insolvenzen). Deutlich mehr Insolvenzen gab es in Norwegen (plus 19,7 Prozent) sowie in Italien (plus 15,9 Prozent) und Spanien (plus 14,6 Prozent). In acht europäischen Ländern war ein Rückgang zu verzeichnen. Besonders markant war dieser in Irland (minus 18,9 Prozent), in Großbritannien (minus 9,9 Prozent) und in Deutschland (minus 9,1 Prozent).

Der Anteil der sogenannten GIIPS-Staaten (Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien) an allen Unternehmensinsolvenzen hat sich zwischen 2007 und 2013 von 7,2 auf 17,8 Prozent deutlich ausgeweitet. Unternehmen aus Deutschland machten dagegen nur noch 13,6 Prozent aller Insolvenzen in Westeuropa aus (2007: 22,3 Prozent).

Industrie und Handel Verlierer des Jahres 2013

Im Handel (inklusive Gastgewerbe) stieg die Zahl der Insolvenzen um 4,0 Prozent und im Verarbeitenden Gewerbe um 10,6 Prozent. Leicht beruhigt hat sich das Insolvenzgeschehen im Baugewerbe (minus 1,1 Prozent) sowie im Dienstleistungssektor (minus 2,4 Prozent). Allein in Westeuropa gab es rund 40.000 Insolvenzen im Baugewerbe und etwa 69.000 im Dienstleistungssektor.

Die finanzielle Stabilität vieler Unternehmen in Westeuropa hat sich eher verschlechtert. Der Anteil der Unternehmen mit einer sehr niedrigen bzw. negativen EBIT-Marge erhöhte sich von 52,3 auf 56,9 Prozent. Zudem erreichte ein Viertel der westeuropäischen Unternehmen (25,0 Prozent) noch nicht einmal eine Eigenkapitalquote von zehn Prozent. In den GIIPS-Staaten war das bei fast jedem dritten Unternehmen (30,2 Prozent) der Fall.

Auch in Osteuropa mehr Pleiten

In den osteuropäischen Ländern wurden insgesamt 100.984 Unternehmensinsolvenzen gezählt (2012: 97.169 Fälle). Der Anstieg war mit plus 3,9 Prozent etwas stärker als in Westeuropa. Mehr Insolvenzen gab es in Bulgarien (plus 221,7 Prozent), in Slowenien (plus 58,2 Prozent) sowie in Tschechien (plus 33,7 Prozent). In Russland und in der Ukraine sank die Zahl der Insolvenzverfahren (Russland: minus 6,6 Prozent; Ukraine: minus 26,7 Prozent). Die aktuelle Krise dürfte noch keine Rolle gespielt haben. In den Vereinigten Staaten ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen auf den niedrigsten Stand seit 2007 zurückgegangen. 33.212 Fälle wurden 2013 registriert (2012: 40.075).

2.558 Zeichen
ANLAGEN
PRESSEKONTAKT
Verband der Vereine Creditreform e. V.
Ralf Karrasch
Hellersbergstr. 12
41460 Neuss
+49-2131-109174
E-Mail senden
Homepage
ZUM AUTOR
ÜBER VERBAND DER VEREINE CREDITREFORM E. V.

Wirtschaftsinformationsdienstleistungen
PRESSEFACH
Verband der Vereine Creditreform e. V.
Hellersbergstr. 12
41460 Neuss
zum Pressefach
Anzeige
PRESSEARCHIV
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG