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News, 15.02.2018
Mehr Insolvenzen
Zahl der Unternehmensinsolvenzen im November erneut über Vorjahresniveau
Im November letzten Jahres wurden von den Amtsgerichten in Deutschland den zweiten Monat in Folge mehr Unternehmensinsolvenzen registriert als im Vorjahresmonat. Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen legte zu.
Neben den Unternehmensinsolvenzen legte auch bei den Selbstständigen die Zahl der Insolvenzen deutlich zu.
Neben den Unternehmensinsolvenzen legte auch bei den Selbstständigen die Zahl der Insolvenzen deutlich zu.
Die Lage an der Insolvenzfront hat sich im November letzten Jahres weiter eingetrübt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Meldungen der deutschen Amtsgerichte mitteilte, stellten im November 1.771 Unternehmen einen Insolvenzantrag. Das waren 5,6 Prozent mehr Unternehmen als im Vorjahresmonat und der zweite Monat in Folge, in dem die Zahl der Unternehmensinsolvenzen das Vorjahresniveau überschritt. Im Oktober hatten die Unternehmensinsolvenzen erstmals nach fünf Monaten mit rückläufigen Zahlen wieder im Vergleich zum Vorjahresmonat zugenommen. Den Zeitraum Januar bis November betrachtet blieb die Zahl der Unternehmensinsolvenzen (106.732) mit einem Rückgang um 5,0 Prozent allerdings weiter deutlich unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es mit 316 beantragten Insolvenzverfahren im Handel (inklusive Instandhaltung und Reparatur von Kfz). Dahinter folgten mit 287 Unternehmensinsolvenzen das Baugewerbe, der Wirtschaftszweig „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ mit 215 Insolvenzanträgen sowie das Gastgewerbe, wo 191 Unternehmen Insolvenz anmeldeten. Hinzu kamen weitere 165 Unternehmensinsolvenzen von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistern und 141 Insolvenzfälle im Verarbeitenden Gewerbe.

Die Summe der gemeldeten offenen Forderungen von Gläubigern aus beantragten Unternehmensinsolvenzen belief sich nach Mitteilung der Gerichte auf knapp 9,0 Milliarden Euro. Im Vorjahresmonat hatte die Forderungssumme der Gläubiger nur rund 1,2 Milliarden Euro betragen. „Dieser starke Anstieg der Forderungen ist auf die Insolvenzen einiger wirtschaftlich bedeutender Unternehmen zurückzuführen“, teilte die Statistikbehörde mit.

Auch etwas mehr Verbraucherinsolvenzen

Auf Verbraucherseite registrierten die Gerichte im November 6.553 Insolvenzen. Damit übertraf die Zahl der Insolvenzen auch hier das Vorjahresniveau, wenn auch mit einem Zuwachs um 1,9 Prozent nicht ganz so stark wie die Zahl der Unternehmensinsolvenzen. Bei den ehemals selbstständigen Personen, die ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen,  nahm die Zahl der Insolvenzen jedoch deutlich stärker zu. In dieser Personengruppe wurden von den Gerichten im November 1.778 Insolvenzfälle registriert. Das waren 5,1 Prozent mehr als im November 2016. Insolvenzen natürlicher Personen als Gesellschaft wurden dagegen 12,5 Prozent weniger beantragt.

Die ersten elf Monate betrachtet verringerte sich die Zahl der Verbraucherinsolvenzen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,4 Prozent und die Zahl der Insolvenzen von natürlichen Personen als Gesellschafter sogar um 10,8 Prozent. Die Zahl der Insolvenzen ehemalig Selbstständiger lag dagegen nahezu auf dem Vorjahresniveau (+ 0,1 %).

cs/Destatis
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