VOLLTEXTSUCHE
News, 11.08.2017
Erheblich mehr Insolvenzen von Selbstständigen
Unternehmensinsolvenzen im Mai über Vorjahresniveau
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen hat im Mai auf Jahressicht leicht zugelegt. Auch die Verbraucherinsolvenzen lagen über dem Niveau des Vorjahresmonats. Unter dem Strich meldeten im laufenden Gesamtjahr jedoch bislang deutlich weniger Unternehmen und Verbraucher Insolvenz an als im Vorjahreszeitraum.
In den ersten fünf Monaten dieses Jahres haben erheblich mehr Selbstständige Insolvenz angemeldet als im Vergleichszeitraum 2016.
In den ersten fünf Monaten dieses Jahres haben erheblich mehr Selbstständige Insolvenz angemeldet als im Vergleichszeitraum 2016.
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stellten im Mai in Deutschland 1.764 Unternehmen einen Insolvenzantrag.  Das waren 1,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Betrachtet man den Zeitraum Januar bis Mai, bleibt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen jedoch weiterhin klar unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Mit kumuliert 8.574 Insolvenzverfahren zeigt sich hier ein Rückgang der Unternehmensinsolvenzen um 5,7 Prozent.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Verbraucherinsolvenzen. Von Verbrauchern registrierten die deutschen Amtsgerichte im Mai 6.330 Insolvenzanträge. Das waren 2,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im laufenden Gesamtjahr mussten bislang allerdings deutlich weniger Verbraucher Insolvenz anmelden als in den ersten fünf Monaten des letzten Jahres. Mit 29.971 Verbraucherinsolvenzen ergibt sich hier ein Rückgang um 6,7 Prozent.

Anders die Entwicklung bei den Insolvenzen von ehemals selbstständig tätigen Personen. Sie nehmen im Vergleich zum Vorjahr weiter zu. Hier meldeten die Amtsgerichte im Mai mit 1.782 Insolvenzanträgen einen Zuwachs der Insolvenzen um  18,4 Prozent. Die Gesamtzahl der Insolvenzen ehemals Selbstständiger, die ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen, summierte sich von Januar bis Mai auf 8.545 Fälle. Das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,8 Prozent.

Mehr Großunternehmen von Insolvenz betroffen als im Vorjahr


Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im Mai, nachdem im Monat zuvor noch das Baugewerbe die am stärksten von Insolvenzen betroffene Branche war, mit 296 beantragten Insolvenzverfahren im Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen). Dahinter folgten das Baugewerbe (290 Unternehmensinsolvenzen), freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleister (227 Insolvenzanträge), das Gastgewerbe (189 Insolvenzen) und sonstige wirtschaftliche Dienstleister (164 Insolvenzfälle). Vergleichsweise viele Unternehmensinsolvenzen gab es auch im Verarbeitenden Gewerbe (139 beantragte Verfahren) und im Zweig „Verkehr und Lagerei“ (134 Fälle).

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für Mai 2017 auf knapp 1,6 Milliarden Euro. Das waren rund eine halbe Milliarde Euro weniger als im Vorjahresmonat (Mai 2016: 2,1 Mrd. Euro). „Dieser Rückgang der Forderungen bei gleichzeitigem Anstieg der Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im Mai 2016 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registriert hatten als im Mai 2017“, so das Statistikamt.

cs/Destatis

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
Verbraucherpreise steigen etwas schneller
Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland hat sich im Juli weiter leicht beschleunigt. Wieder ... mehr

NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG