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News, 13.07.2017
Erheblich weniger Insolvenzen
Zahl der Unternehmensinsolvenzen im April weit unter Vorjahresniveau
Der anhaltende Höhenflug der deutschen Wirtschaft hat die Zahl der Unternehmensinsolvenzen zu Beginn des zweiten Quartals in Deutschland weiter kräftig sinken lassen. Auch bei den Verbraucherinsolvenzen meldeten die Amtsgerichte einen starken Rückgang.
Bei den Selbstständigen zeigt allerdings - anders als bei den Unternehmensinsolvenzen, in den ersten vier Monaten ein leichter Anstieg der Insolvenzen. (Bild: panthermedia.net / Vadymvdrobot)
Bei den Selbstständigen zeigt allerdings - anders als bei den Unternehmensinsolvenzen, in den ersten vier Monaten ein leichter Anstieg der Insolvenzen. (Bild: panthermedia.net / Vadymvdrobot)

Die robuste Binnenkonjunktur in Deutschland sowie eine ungebremste Nachfrage nach Gütern „mady in Germany“ hält die Zahl der Unternehmensinsolvenzen weiter auf Talfahrt. Im April verzeichneten die deutschen Amtsgerichte mit 1.573 Insolvenzanträgen von Unternehmen 16,7 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahresmonat. Im Zeitraum Januar bis April verringerte sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 mit 6.750 Firmenpleiten sogar um 7,5 Prozent. Die Zahl der Insolvenzen ehemals selbstständig Tätiger lag im April mit 1.511 Insolvenzanträgen 10,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Das laufende Gesamtjahr betrachtet zeigt sich hier jedoch in den ersten vier Monaten ein leichter Anstieg um 1,7 Prozent.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für April 2017 auf 1,3 Milliarden Euro. Im April 2016 war die Summe der offenen Forderungen mit 6,4 Milliarden Euro rund fünffach so hoch gelegen. „Die registrierten Insolvenzen dürften im April 2017 auch deshalb so stark abgenommen haben, weil im April 2017 aufgrund der Lage der Osterfeiertage den Gerichten für die Bearbeitung der Insolvenzanträge weniger Arbeitstage zur Verfügung gestanden hatten als im Vorjahresmonat“, teilte die Statistikbehörde mit.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im April mit 270 Fällen im Baugewerbe. Dahinter folgten mit 259 Insolvenzanträgen der Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen). Im Wirtschaftsbereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen wurden 179 Insolvenzanträge gemeldet.

Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 7,277 übrige Schuldner im April 2017 Insolvenz an. Das waren 17,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Darunter waren 5.506 Insolvenzanträge von Verbrauchern. Hier verringerte sich die Zahl der Insolvenzen im Vorjahresvergleich sogar um 18,4 Prozent. Im Zeitraum Januar bis April summierte sich damit die Zahl der Verbraucherinsolvenzen auf 23.641 Fälle. Das waren 9,0 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2016.

cs/Destatis

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