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News, 19.03.2013
Weniger Insolvenzen 2012
Unternehmensinsolvenzen das dritte Jahr in Folge rückläufig
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im Jahr 2012 in Deutschland abermals zurückgegangen. Auch auf Verbraucherseite verringerte sich die Zahl der Insolvenzen im Vergleich zum Vorjahr deutlich.
Im Dezember registrierten die Gerichte sogar fast ein Viertel weniger Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahresmonat.
Im Dezember registrierten die Gerichte sogar fast ein Viertel weniger Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahresmonat.

Die robuste Konjunktur in Deutschland hat im letzten Jahr erneut die Zahl der Firmen- und Verbraucherpleiten deutlich sinken lassen. Vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge registrierten deutsche Amtsgerichte 2012 in Deutschland 28.304 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 6,0 Prozent weniger als im Jahr 2011. Einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem Vorjahr hatte es zuletzt im Krisenjahr 2009 gegeben, als die Zahl der Firmenpleiten binnen Jahresfrist um 11,6 Prozent nach oben geschnellt war. Die meisten Unternehmensinsolvenzen seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999 gab es in Deutschland im Jahr 2003 (39.320 Fälle).

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen verringerte sich 2012 mit 97.635 Fällen um 5,5 Prozent. Dem Statistikamt zufolge war das seit Bestehen der Insolvenzordnung erst das dritte Mal in Deutschland, dass sich die Zahl Insolvenzen von Verbrauchern binnen Jahresfrist verringerte. Zuvor gab es dies lediglich im Jahr 2011 sowie im Jahr 2008. Die Zahl der Insolvenzen von natürlichen Personen, die früher selbstständig waren, lag mit 20.280 Fällen 5,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Bei ihnen dürfte in vielen Fällen eine Unternehmensinsolvenz vorausgegangen sein. „Für sie gilt, wie für Verbraucher, die Möglichkeit der Restschuldbefreiung und der Stundung der Verfahrenskosten“, so das Statistikamt.

Die Gesamtzahl aller Insolvenzen einschließlich der Nachlassinsolvenzen sowie der Insolvenzen von natürlichen Personen, die als Gesellschafter größerer Unternehmen von einer Insolvenz betroffen waren, belief sich dem Statistikamt zufolge 2012 auf 150.342 Fälle. Das ist im Vorjahresvergleich ein Rückgang um 5,7 Prozent.

Die offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Amtsgerichte insgesamt auf eine Summe von rund 51,7 Milliarden Euro. Das sind rund 20,2 Milliarden Euro bzw. 64,1 Prozent mehr als im Jahr 2011. „Der Anstieg der Forderungen – bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen – ist darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im Jahr 2012 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registrierten als im Jahr 2011“, so das Statistikamt.

Im Dezember unterschritt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen mit 1.885 Fällen das Vorjahresniveau sogar um 24,4 Prozent, die Verbraucherinsolvenzen verringerten sich auf Jahressicht um 23,3 Prozent (6.298 Fälle). Die Gesamtzahl der Insolvenzen – inklusive Nachlässen und sonstigen Insolvenzen - lag im Dezember 23,3 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonats.

„Die registrierten Insolvenzen dürften im Dezember 2012 auch deshalb so stark abgenommen haben, weil im Dezember 2012 aufgrund der Lage der Feiertage den Gerichten weniger Arbeitstage zur Verfügung gestanden hatten als im Vorjahresmonat und deshalb im Dezember 2012 deutlich weniger Insolvenzanträge bearbeitet werden konnten als im Dezember 2011“, relativierte das Statistikamt den starken Rückgang.

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