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News, 27.01.2015
Positives Gründer-Image
Unternehmensgründer in Deutschland höher angesehen in den USA
In Deutschland gibt es für vermehrte Unternehmensgründungen viel Potenzial: Laut einer Studie traut sich hierzulande von den unter 35-Jährigen fast jeder Zweite eine Gründung zu - deutlich mehr als in den USA. Viele potenzielle Unternehmensgründer schreckt jedoch das wirtschaftliche Risiko ab.
Mit einem neuen Innovation Campus will AXA potenziellen Gründern jetzt gezielte Unterstützung bieten. (Bild: © AXA Deutschland)
Mit einem neuen Innovation Campus will AXA potenziellen Gründern jetzt gezielte Unterstützung bieten. (Bild: © AXA Deutschland)

Unternehmensgründer genießen in Deutschland hohes Ansehen: Jeder zweite Deutsche ist der Meinung, dass Gründer eines Unternehmens hierzulande in der Gesellschaft mehr Anerkennung als Angestellte genießen. Das hat jetzt eine bundesweite repräsentative Studie des Versicherungs- und Finanzdienstleisters AXA ermittelt. Nur 13 Prozent sind gegenteiliger Meinung, weitere 37 Prozent der Deutschen sehen Gründer und Beschäftige in gleichem Maße angesehen an gleichauf oder sind in dieser Frage unentschieden. Die gleiche Befragung wurde repräsentativ auch in den USA durchgeführt – mit überraschenden Vergleichsergebnissen. So finden von den US-Amerikanern nur 38 Prozent, dass Unternehmensgründer höher angesehen sind als Angestellte, während knapp die Hälfte (46 %) hier keine nennenswerte Unterschiede sieht. Rund jeder Sechste (16 %) wähnt Angestellte als die Gruppe mit dem besseren gesellschaftlichen Ruf.

Bei den Frauen fällt der Ansehens-Vorsprung von Gründern im Deutschland-USA-Vergleich noch größer aus: Während in Deutschland 51 Prozent der Frauen Unternehmensgründer höher wertgeschätzt als Angestellte ansehen, meint dies im Land der unbegrenzten Möglichkeiten lediglich ein Drittel (34 %).

Größeres Gründerpotenzial in Deutschland als in den USA

Die AXA-Studie bringt jedoch noch weitere Überraschungen an den Tag. So trauen sich in Deutschland mehr Befragte eine Unternehmensgründung zu als in den USA: Während hierzulande 44 Prozent der Meinung sind, ein Unternehmen gründen zu können, meinen dies von den US-Amerikanern nur 42 Prozent. In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen, aus der statistisch gesehen die meisten Gründer kommen, ist die Kluft beim Gründergeist mit einem Unternehmerpotenzial von 47 Prozent in Deutschland gegenüber 41 Prozent in den USA noch deutlich größer. Eine ähnlich große Kluft beim Gründerpotenzial zeigt sich auch bei den Frauen, die in Deutschland mit einem Anteil von 39 Prozent an potenziellen Unternehmensgründerinnen deutlich mehr Gründermut beweisen als ihre US-amerikanischen Kolleginnen (32 %). Grund hierfür könnte AXA nach vor allem das vergleichsweise hohe Bildungsniveau von Frauen in Deutschland sein.

Bürokratie und Riskoscheu hemmen Unternehmensgründungen

Deutliche Unterschiede zwischen Deutschland und den USA gibt es auch bei der Frage, wie einfach oder schwer eine Firmengründung ist. Das gilt vor allem bei 25- bis 44-Jährigen. So finden in Deutschland in dieser Altersgruppe 66 Prozent, dass eine Unternehmensgründung „schwierig“ sei, in den USA meint dies dagegen nur gut jeder Zweite (57 %). Die stärksten Unterschiede zeigen sich jedoch bei der Mentalität und hier speziell bezogen auf das Sicherheitsbedürfnis. So schreckt in Deutschland mehr als Zweiten die „fehlende Absicherung als Unternehmensgründer" ab und damit einen mehr als dreifach so hohen Anteil wie in den USA: hier gibt nur jeder Sechste (17 %) private finanzwirtschaftliche Bedenken als Hemmnis für eine Unternehmensgründung an. Mentalitätsunterschiede zeigt die Studie auch, was die Furcht vor „zu großen Verantwortung“ angeht (Deutschland: 20 %; USA: 9 %). Gleiches gilt für die „Angst zu scheitern“ (Deutschland: 54 %; USA: 40 %).

Innovationen im Bereich Medizin und Gesundheit gefragt

Relativ ähnlich wird in beiden Ländern die Bedeutung von Innovationen gesehen, also die Entwicklung neuer Produkte, Technologien, Verfahren oder Dienstleistungen. Drei Viertel der Deutschen wie auch der Amerikaner halten dies für "äußerst oder sehr wichtig". Als zentralen Bereich für mehr Innovationen definieren die Deutschen dabei den Sektor Gesundheit und Medizin mit einer Nennung von 80 Prozent. Erst deutlich dahinter liegen Umwelt (63 %) sowie Bildung und Erziehung (57 %). "Für AXA als großen Krankenversicherer ist dies eine spannende Herausforderung. So sehen die Deutschen im Bereich Medizin und Gesundheit laut unserer Studie auch das größte Potenzial zur Anwendung neuer digitaler Technologien“, so Dr. Thilo Schumacher, Mitglied des Vorstands der AXA Deutschland.

Wirtschaft und Staat zur Förderung von Gründungen gefordert

Interessant ist auch, dass 82 Prozent der Deutschen zwar Bedarf an einer stärkeren Förderung von Unternehmensgründern sehen als dies bislang der Fall ist, hier aber nicht das Geld an erster Stelle steht. So meinen der Studie nach gut vier von fünf Befragten (81 %), dass für die Förderung von Innovationen eine stärkere Zusammenarbeit zwischen bestehenden und neuen Unternehmen wichtig sei. Besonders interessant ist auch hier die Haltung der Jüngeren: Auf die Frage, womit die etablierten Firmen Jungunternehmen am besten helfen könnten, nennen die 25- bis 34-Jährigen "Kontakte und Netzwerke eröffnen" an erster Stelle. Erst dahinter folgen "Kapital geben" sowie "Sicherheiten / Absicherung geben".

Neuer AXA Innovation Campus bietet Gründern gezielte Unterstützung

"Die Herausforderungen, die unsere Studie klar aufzeigt, wollen wir mit unserem neu gegründeten AXA Innovation Campus gezielt angehen", resümiert Schumacher. So kombiniert diese Initiative der AXA Deutschland auf innovative Art die Stärken von Start-ups mit den Möglichkeiten eines Konzerns, damit Unternehmensgründer oder auch eigene Mitarbeiter der AXA neue Geschäftsideen entwickeln können. "Netzwerke und Kontakte eröffnen, Gründungskapital bereitstellen, fachliche Beratung geben und beim Umgang mit Behörden helfen - genau diesen laut unserer Studie wichtigsten Bedürfnissen für angehende Gründer wollen wir mit dem AXA Innovation Campus entsprechen", führt Schumacher weiter aus.

Interessierte können sich dazu auf der Website axa-campus.de informieren, die fünf Themengebiete für neue Geschäftsideen umfasst. Das Prinzip: Während AXA den Gründern das nötige Branchenwissen und Kontakte zur Verfügung stellt, liefert der in Berlin ansässige Kooperationspartner „Global Innovation Campus“ das gesamte Know-how bezüglich Unternehmensaufbau, Skalierung eines Geschäftsmodells sowie ein unternehmerisches Umfeld. Die Gründer werden dann aktiv durch Coaches betreut, bis es schließlich zur Anmeldung einer GmbH kommt, an der sich auch AXA regelmäßig beteiligt. "So können wir frische Ideen fördern und als Versicherungsunternehmen gleichzeitig auch von neuen Geschäftskonzepten unmittelbar profitieren", so Schumacher.

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