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News, 05.03.2015
Innovationsmanagement-Studie
Unternehmen missen Fähigkeit zu bahnbrechenden Innovationen
Bitteres Eingeständnis zur eigenen Innovationskraft: Nach einer Studie sehen neun von zehn Entscheidern in Europa die Fähigkeit des eigenen Unternehmens, Innovationen hervorzubringen und hieraus Kapital zu schlagen, als unzureichend an.
Unternehmen, die sich bezogen auf Innovationen klare Ziele setzen, erzielen mit diesen erheblich mehr Erfolg.
Unternehmen, die sich bezogen auf Innovationen klare Ziele setzen, erzielen mit diesen erheblich mehr Erfolg.

In den Chefetagen von Europas Unternehmen herrscht bezogen auf die eigene Innovationskraft Unzufriedenheit. So sieht nur jeder zehnte Top-Entscheider im eigenen Unternehmen die Voraussetzungen für die Entwicklung und Monetarisierung bahnbrechender Innovationen („Breakthrough Innovations“) geschaffen. Das ergab die neue Studie „Breakthrough Innovation“ der Managementberatung Arthur D. Little (ADL). 88 Prozent der Manager bewerteten dagegen die Fähigkeit ihres Unternehmens, herausragende Innovationen hervorzubringen und diese zum Markterfolg zu führen, als nicht zufriedenstellend. „Dennoch erwarten die Unternehmen, dass der Umsatzanteil, den radikale Innovationen zum Gesamtumsatz beitragen, sich in den nächsten fünf Jahren verdoppeln wird“, so Arthur D. Little.

„Time-to-Market“ von Innovationen dauert zu lange

Wie die Studie ergab, kranken die Innovationsanstrengungen vor allem daran, dass vom Zeitpunkt der Idee bis zur Markteinführung oder besser Markterfolg der Innovation in der Regel zu viel Zeit ins Land geht. So dauert es im Durchschnitt drei bis zehn Jahre, bis aus den Innovationen signifikante Umsatzzuwächse hervorgehen. „Hauptprobleme hier sind die zu kurzfristige Betrachtungsweise und mangelndes Engagement in entsprechenden Projekten“, so Arthur D. Little. Anders bei jenen Unternehmen, deren Innovationsmanagement auf klar definierten Zielen aufsetzt. Sie erzielen mit den Innovationen durchschnittlich eine Umsatzsteigerung um 15 Prozent und haben deutlich mehr Vertrauen in ihre Innovationskraft.

„Die richtige Strategie für bahnbrechende Innovationen ist heute der ‚heilige Gral‘ für Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe oder Branche“, ist Rick Eagar, Partner in Arthur D. Littles Technology & Innovation Management Practice, überzeugt. „Unsere Studie hat gezeigt, dass die großen europäischen B2B Unternehmen noch einen weiten Weg zurückzulegen müssen, bis ihre Bemühungen die Erwartungen an eine stabile Pipeline von bahnbrechenden Innovationen erfüllen“, so der Experte. Eager nach ergab die Studie, dass Unternehmen, die mit radikalen Innovationen erfolgreich sind, vor allem drei Gemeinsamkeiten haben: „Eine klar artikulierte Vision von der Unternehmensspitze, ein gut organisiertes und engagiertes Team und keine Angst zu scheitern.“

Ein weiteres Ergebnis: Obwohl 90 Prozent der Unternehmen die Definition spezifischer strategischer Ziele als erfolgskritisch angaben, hatte zum Befragungszeitpunkt nur die Hälfte der Befragten solche Ziele definiert. Wie aus der Studie allerdings auch noch beim Blick auf einen anderen Befragungspunkt hervorgeht, zahlt sich das Aufstellen klarer Ziele aus. So waren Unternehmen, die dies tun, viermal zufriedener mit den erreichten Ergebnissen als jene, die hierauf bislang verzichten.

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