VOLLTEXTSUCHE
News, 28.12.2015
Mehr Geld für Klimaschutz & Co.
Umweltschutzaufwendungen von Industrie und Handwerk stark gestiegen
Der Umweltschutz entwickelt sich in Industrie und Handwerk zu einem immer größeren Kostenfaktor: Im Jahr 2013 hat das Produzierende Gewerbe in Deutschlandgut fünf Milliarden mehr für Umweltschutzmaßnahmen aufgewandt als 2010.
Die höchsten Aufwendungen entfielen auf die Abfallwirtschaft wie die Entsorgung von Sondermüll.
Die höchsten Aufwendungen entfielen auf die Abfallwirtschaft wie die Entsorgung von Sondermüll.

Nach einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes summierten sich die laufenden Kosten für Umweltschutzmaßnahmen im Produzierenden Gewerbe im Jahr 2013 auf 26,0 Milliarden Euro. Damit haben sich die Umweltschutzaufwendungen von Industrie- und Handwerk binnen von drei Jahren fast um die Hälfte erhöht: 2010 waren es nur 17,8 Milliarden Euro gewesen, die das Produzierende Gewerbe für Umweltschutzmaßnahmen ausgab. Mit Abstand größter Ausgabenposten waren die Bereiche Abfallwirtschaft und Gewässerschutz. Auf diese zwei Bereiche entfielen mit rund 12,2 Milliarden Euro beziehungsweise 7,9 Milliarden Euro mehr als drei Viertel aller Umweltschutzaufwendungen (77,4 %). Weitere 2,2 Milliarden Euro flossen in den Klimaschutz. Abfallwirtschaft. Als Umweltschutzaufwendungen gelten alle verbrauchten Güter und in Anspruch genommenen Leistungen, die für die Durchführung von Umweltschutzmaßnahmen eingesetzt werden.

Bezogen auf die wirtschaftliche Tätigkeit wurden im Jahr 2013 mit 13,0 Milliarden Euro die Hälfte (50,0 %) aller Umweltschutzaufwendungen von Unternehmen getragen, die dem Wirtschaftsabschnitt „Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzung“ zugeordnet sind, und hier insbesondere mit 8,4 Milliarden Euro von Entsorgungsunternehmen des Wirtschaftszweiges „Sammlung, Behandlung und Beseitigung von Abfällen und Rückgewinnung“. Für Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes betrugen die Aufwendungen für den Umweltschutz 9,1 Milliarden Euro (34,8 %). Die meisten Aufwendungen entstanden diesen Unternehmen zur Durchführung von Maßnahmen für den Gewässerschutz (3,0 Milliarden Euro), gefolgt von der Abfallwirtschaft (2,8 Milliarden Euro) und der Luftreinhaltung (2,3 Milliarden Euro).

Betrachtet man die Art der Aufwendung für den Umweltschutz, entfiel im Jahr 2013 mit 20,4 Milliarden Euro (78,2 %) der größte Anteil auf den Betrieb von Umweltschutzanlagen. Dazu zählen beispielsweise Aufwendungen für Fremdleistungen wie Wartung, Messung oder Analysen in Zusammenhang mit Umweltschutzanlagen (3,3 Milliarden Euro), Personal- (2,9 Milliarden Euro) und Energiekosten (1,7 Milliarden Euro). Für kommunale Gebühren und Beiträge, zum Beispiel zur Abfall- und Abwasserentsorgung oder zur Genehmigung von Umweltschutzanlagen, zahlten Unternehmen 1,5 Milliarden Euro.

Die laufenden Aufwendungen für den Umweltschutz sind in hohem Maße auch von der Unternehmensgröße abhängig: So trugen große Unternehmen mit 500 und mehr Beschäftigten mit 14,0 Milliarden Euro mehr als die Hälfte (53,7 %) aller Umweltschutzaufwendungen.

cs/Destatis; Bild: FotoHiero  / pixelio.de

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG